Großes Interesse an Wildecker Energiegenossenschaft - Dynamik der Solarstromerzeugung nutzen

Martina Selzer. Foto: Archiv
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Martina Selzer. Foto: Archiv

Obersuhl. Über 70 Personen besuchten die Informationsveranstaltung der Gründungsinitiative Wildecker Energiegenossenschaft, ein guter Teil davon bek

Obersuhl. Über 70 Personen besuchten die Informationsveranstaltung der Gründungsinitiative Wildecker Energiegenossenschaft, ein guter Teil davon bekundete im Anschluss schriftlich das Interesse, bei der Gründung der Genossenschaft dabei zu sein. Mit insgesamt rund 40.000 Euro wollen die Bürgerinnen und Bürger in die Energieerzeugung einzusteigen. Damit kann das erste Projekt realisiert werden.

Zum Einstieg informierte Dr. Brigitte Buhse von der naturkraft-region über den Stand der erneuerbaren Energieerzeugung in der Region und die Vorteile, die insbesondere für ländliche Gebiete daraus entstehen. Sie belegte eindrucksvoll anhand von Zahlen, wie insbesondere die privaten Bürger durch die Energiewende gewinnen, und nannte verschiedene Gründe, warum viele Investitionswillige noch  nicht mit dabei sind. Hauptsächlich seinen dies die Scheu vor Verschuldung, das Fehlen einer geeigneten Fläche oder fehlende Informationen. Manfred Ringer von der Rotenburger Genoscolar schilderte den Werdegang, die Struktur und die Ziele dieser ersten Energiegenossenschaft im Landkreis.

Konkrete Angaben zur Geschäftsidee der geplanten Wildecker Energiegenossenschaft machte Martina Selzer als Vertreterin der Gründungsinitiative, die aus mehreren Wildecker Familien besteht. Demnach soll im ersten Schritt durch Photovoltaikanlagen auf geeigneten Wildecker Flächen allen interessierten Bürgern die Möglichkeit gegeben werden, sich durch eine Investition am Boom der Erneuerbaren zu beteiligen. Durch die Mitgliedschaft in einer Genossenschaft könnten viele der von Dr. Buhse genannten Hinderungsgründe aus dem Weg geräumt werden. 250 Euro kostet ein Genossenschaftsanteil, die Anzahl der Anteile pro Mitglied ist nicht begrenzt. Wer mehr Geld anlegen möchte, kann dies auch zu einem festen Zinssatz von vier Prozent tun. Der Ertrag ist durch die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) abgesichert. Insbesondere die Möglichkeit, das eigene Dach oder Land der Genossenschaft zu verpachten, erweitert den Kreis der Menschen, die sich in die Genossenschaft mit einbringen.

In der anschließenden Fragerunde konnten viele Unklarheiten und Zweifel ausgeräumt werden, die zur Solarstromerzeugung generell und zur Gründungsidee selbst geäußert wurden. Herrmann Eimer als Mitinitiator der Gründungsinitiative beantwortete Fragen zu rechtlichen Dingen, die bei der Gründung zu beachten sind.

Weitere Informationen gibt es unter 06678-919169, unverbindliche Interessensbekundungen zum Erwerb von Genossenschaftsanteilen sind auch möglich unter www.weg-wildeck.de

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