K+S Großprojekt für 165 Mio. Euro: „Wir halten Wort“

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Weiterer Meilenstein für 165 Mio. Euro: K+S feierte Richtfest für neue Aufbereitungsanlage am Werk Werra

Philippsthal. "Die Investition von 165 Millionen Euro ist ein starkes Zeichen für die Zukunft unseres Werks Werra und den Schutz der Umwelt", erklärte Dr. Rainer Gerling, Geschäftsführer der K+S KALI GmbH, in seinem Grußwort am vergangenen Freitag. Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft waren zum Standort Hattorf des Werkes Werra ge­kommen, um gemeinsam das Richtfest für ein weiteres K+S Großprojekt zu begehen.

Nachdem das Ziel der Halbierung der Salzwasser-­menge im Kaliwerk Werra auf 7 Mio. Kubikmeter pro Jahr bis Ende 2015 wie geplant erreicht wurde, entsteht nun ­eine weitere Aufbereitungsanlage – die sogenannte ­Kainit-Kristalli­sation mit anschließender Flotation, kurz KKF-Anlage.

Das Investitionsvolumen liegt bei stolzen 165 Mio. Euro. Die Anlage wird von 2018 an die Salzabwassermenge noch­mals um 1,5 Mio. Kubikmeter jährlich reduzieren und auch zusätzliche Wertstoffe für die Produktion von Düngemitteln gewinnen. "Der Bau markiert einen weiteren Meilenstein unserer intensiven und kontinuierlichen Anstrengungen, den Naturraum Werra-Weser im Sinne der Umwelt zu entlasten", erklärte der Vorstandvorsitzende der K+S AG, ­Norbert Steiner. "Zugleich wollen wir die Zukunftsfähigkeit der Arbeitsplätze und der Standorte im hessisch-thüringischen Kalirevier sichern."

Zwei zentrale Botschaften wolle man mit dem Richtfest verbinden. "Erstens: Wir ­halten Wort", so Steiner. Denn die KKF sei ein wesentlicher Baustein im Rahmen des mit der hessischen Landesregierung vereinbarten, langfristigen Entwicklungskonzeptes.Außerdem sei die Botschaft: "Wir übernehmen verantwortung". Steiner erklärt: "Die verfahrenstech-­nischen Prozesse, die in der neuen Anlage vorkommen, sind maßgeblich von uns selbst entwickelt worden."

Unter günstigen Marktbe-­dingungen könne die KKF ­sogar einen kleinen positiven Ergebnisbeitrag leisten. "Das ist wichtig, weil das Werk Werra alle Umweltinvesti-­tionen und die damit ver-­bundenen Betriebskosten ­alleine stemmen muss", so Steiner. Diese Wirtschaftlichkeitsgrenze werde spätestens dann unterschritten, wenn weitere Reduzierungen der anfallenden Salzabwässer nur noch über eine Produk-­tionsdrosselung erkauft werden können.

Nach den Ansprachen und ­einem beeindruckenden Video, welches im Zeitraffer den kompletten bisherigen Bau zeigte, ging es zur Besichtigung der Baustelle, wo an-schließend auch der Richtspruch stattfand.

Das neue Verfahren der KKF-Anlage gewinnt aus Salzlösungen, die bisher entsorgt werden mussten, unter anderem Wertstoffbestandteile. In Zahlen ausgedrückt heißt dass: Die Abwassermenge des Werkes Werra wird um 1,5 Mio. auf insgesamt 5,5 Millionen Euro reduziert. Dadurch wird die Umwelt jährlich um 500.000 Tonnen Salzfracht entlastet.

Bevor der Richtkranz in die Höhe gezogen wurde, sang die waldhessische Sängerin Marisa Linß – begleitet von der Bergmannskapelle Hattorf – das "Steigerlied".

Die neue Aufbereitungsan­lage soll Anfang 2018 in ­Betrieb genommen werden. Mehr als die Hälfte der ­Firmen, die am Bau beteiligt sind, kommen aus Nord- und Osthessen, sowie aus ­Thüringen.

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