Grüne Landespolitikerinnen besuchten "Frauen helfen Frauen"

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Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses diskutierten mit den Landespolitikerinnen Sigrif Erfurth (vo. li.) und Kaya Kinkel (dahinter) über die aktuellen Entwicklungen.

Themen waren das Sozialbudget und die Umsetzung der Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen.

Bad Hersfeld. In Sachen Frauenrechten hat sich in letzter Zeit Einiges bewegt, doch noch immer gibt es noch viel zu tun. Hierüber informierten sich im Rahmen ihrer Sommertour Sigrid Erfurth, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Frauenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Hessischen Landtag und die heimische Landtagsabgeordnete Kaya Kinkel bei einem Besuch des Vereins „Frauen helfen Frauen“ in Bad Hersfeld. Im Zentrum stand dabei das von den Grünen in der Landesregierung durchgesetzte Sozialbudget. Dieses soll den sozialen Einrichtungen – unter anderem den Frauenhäusern – eine verlässliche Finanzierung sichern. Zuvor waren die Frauenhäuser wie viele andere Erbringer von Sozialleistungen auf wechselnde freiwillige Unterstützung angewiesen und hatten kaum Planungssicherheit. Mit dem Sozialbudget sind die Zuwendungen festgeschrieben und werden dabei auch jährlich erhöht. „Wir sind sehr froh über die Erhöhung der Mittel“, freute sich Sabine Schütt-Dörrbeck, Mitarbeiterin des Vereins. Dies gebe den Mitarbeiterinnen nicht nur Sicherheit, sondern ermögliche auch endlich eine leistungsgerechte Bezahlung. Mit der Ratifizierung der Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen kommen aber noch umfangreiche Aufgaben auf die Politik zu. 314 Zimmer gibt es derzeit in 31 Frauen­häusern in Hessen, laut den Vorgaben der Konvention müssten es rund 600 werden. Derzeit gibt es oft Wartelisten für die raren Plätze, zusätzlich müssen natürlich immer auch Plätze für dringende Notfälle zur Verfügung stehen. Ein wichtiges Anliegen, das die Mitarbeiterinnen den Politikerinnen mit auf den Weg gaben, ist außerdem der uneingeschränkte Zugang zum Frauenhaus, unabhängig von Herkunft oder Aufenthaltsstatus. Nicht nur Asylsuchende, sondern beispielsweise auch EU-Bürgerinnen sind derzeit durch verschiedene Regelungen oft ausgeschlossen.

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