Gülle, Stallmist, Klärschlamm: Wie man in Bad Hersfeld ein „Juwel“ der modernen Energieforschung geschaffen hat

Bad Hersfeld. Zu einem Informationsaustausch während der "landespolitischen Sommerpause" besuchte der Parlamentarische Geschäftsführer de

Bad Hersfeld. Zu einem Informationsaustausch während der "landespolitischen Sommerpause" besuchte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Frank Blechschmidt, den Landesbetrieb Hessisches Landeslabor in Bad Hersfeld. Begrüßt wurde er von Prof. Dr. Hubertus Brunn, dem Direktor des Landesbetriebes. Prof Brunn zeigte sich erfreut, dass der Landtagsabgeordnete nach seinem Besuch des Landeslabors in Gießen vor einem Jahr und dem Besuch der Tierärztlichen Grenzkontrollstelle des LHLs Anfang dieses Jahres nunmehr das Eichhoflabor in Bad Hersfeld besucht. Begleitet wurde Dr. Blechschmidt von Vertretern des FDP-Kreis- und Ortsverbandes Bad Hersfeld.

Dipl.-Ing. Walter Zerr, der Leiter des Eichhoflabors, präsentierte den Standort Bad Hersfeld des Landeslabors in einer Power-Point-Präsentation. Anschließend präsentierten der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) und das Fraunhofer Institutes, die ebenso vor Ort im Landeslabor im Bereich "Erneuerbare Energien" arbeiten und forschen, unterschiedliche Aktivitäten des Hessischen Biogas-Forschungszentrums.

Dem Informationsgespräch schloss sich sodann ein Rundgang durch die Örtlichkeit an. Der Leiter des Landeslabors informierte den Abgeordneten insbesondere über Gärversuche, die, so Zerr, für die Praxis wichtig sind, damit eine störungsfreie und ökonomische Betriebsführung eines Biogas-Reaktors überhaupt geleistet werden kann. "In unserem Labor am Standort Bad Hersfeld werden Gülle, Stallmist, Klärschlamm, pflanzliches Material, Speisereste, Lebensmittelabfälle oder Abfallprodukte aus der Industrie auf ihre gärbiologischen Eigenschaften und auf die zu erzielende Gaserträge untersucht", so Zerr.

Dr. Brunn ergänzte, indem er auch auf die Anwendung der Nahinfrarotspektroskopie für die Biogastechnologie hinwies, mit der ein Regelmechanismus für die automatisierte Steuerung von Biogasanlagen entwickelt werden soll. Gerade dieses Forschungsprojekt fand das besondere Interesse des Landtagsabgeordneten, zumal es vom Land Hessen unterstützt und vom Institut für Mikrobiologie und dem Institut für Pflanzenzüchtung der Universität Gießen begleitet wird. Am Ende Ortstermins konnten die Teilnehmer sodann die in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut errichteten Biogas-Anlage besichtigen.

Im Zuge der Begehung informierte sich Blechschmidt noch über den landwirtschaftlichen Betrieb vor Ort, die Baulehrschau und über den Eichhof als Tagungsstätte. Insgesamt schloss sich der Landtagsabgeordnete hierbei der Einschätzung von Bad Hersfelds Bürgermeister Fehling an, der das Forschungsinstitut als "Juwel" Bad Hersfelds bezeichnete. "Es ist toll, dass ein namhaftes Institut wie das Fraunhofer Institut in Bad Hersfeld investiert und Hand in Hand mit den Landesbediensteten des Eichhofes an unserer Aller Zukunft arbeitet", so Blechschmidt abschließend.

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