Gutachten sagt, Produktion ohne Lauge ist möglich - K+S widerspricht

Waldhessen. Ein neues Guachten sorgt für Zündstoff im Kalilaugen-Streit. Darin kommt Gutachter Dr.-Ing. Peter Quicker, Professor an der Rheinisch-We

Waldhessen.Ein neues Guachten sorgt für Zündstoff im Kalilaugen-Streit. Darin kommt Gutachter Dr.-Ing. Peter Quicker, Professor an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen, zu dem Schluss, dass  durch Eindampfen eine laugenfreie Kaliproduktion  möglich und auch wirtschaftlich sei. Das Eindampfen am Produktionsstandort mit vorhandener Abwärme erhöhe die Produktionskosten nur geringfügig, zusätzlich seien mit den nutzbaren Wertsoffen weitere Gewinne möglich, so der Gutachter.

Das Gutachten, das von der Klagegemeinschaft der Werra- Weser Anrainer in Auftrag gegeben worden war, wurde gestern der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach Ansicht der Klagegemeinschaft beweist das Gutachten, dass die Entsorgung der Abwässer in den Untergrund oder die Oberflächengewässer bei Einsatz der jetzt belegten alternativen Technologien überflüssig sei.

Der Vorsitzende der Werra-Weser-Anrainerkonferenz, Dr. Walter Hölzl, übte dabei auch Kritik am Runden Tisch Gewässerschutz, der ein informelles Gremium ohne eigene Sachkompetenz sei und zudem von den Verfahrensgegnern dominiert werde.

Die K+S AG reagierte umgehend: Eine erste Prüfung habe regeben,m dass die Studie mit erheblichen Mängeln behaftet sei, teilte das Unternehmen in einer Stellungahme mit. So entspreche das Eindampfen ohne Wertstoffgewinnung nicht dem Stand der Technik, andere Eindampfverfahren würden hingegen bei K+S bereits seit vielen Jahren angewendet. Die Empfehlungen Prof. Quickers bedeuteten hingegen eine hohe zusätzliche CO2-Belastung der Umwelt und entspreche damit keineswegs einer nachhaltigen Lösung.

Zudem wird seitens des Unternehmens kritisiert, dass die Studie wenig neues beinhalte und oftmals mit überholten Daten operiere. So weise bereits die Konzetstudie der K-UTEC AG, die dem Runden Tisch vorgestellt worden war, aus Sicht der K+S AG zahlreiche offene Fragen auf – Mängel, die nun unverändert in das Gutachten übernommen worden seien. Auch die verwendeten Kennziffern für die Wirtschaftlichkeitsberechnungen seien veraltet und entsprächen nicht dem aktuellen Marktniveau.

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