Hahne-Briefwechsel: Im Dunkeln lässt sich’s munkeln

Rainer Hahne, Chefredakteur der ET-Mediengruppe...
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Rainer Hahne, Chefredakteur der ET-Mediengruppe...

Sehr geehrter Herr Boris Rhein,als Innenminister des Landes Hessen sind Sie für unsere Sicherheit zuständig. Um das zu gewährleisten haben Sie nich

Sehr geehrter Herr Boris Rhein,

als Innenminister des Landes Hessen sind Sie für unsere Sicherheit zuständig. Um das zu gewährleisten haben Sie nicht nur die Polizei, sondern auch das Landesamt für Verfassungsschutz zur Verfügung.

In Krisenzeiten neigen alle dazu, genauer hinzuschauen, wie in bestimmten Bereichen die Arbeit denn so gemacht wird.

Und zweifelsohne ist es eine Krisenzeit, wenn eine neonazistische Beklopptentruppe aus dem Osten unseres schönen Landes beschließt, Mitbürger umzubringen, die irgendwann einmal aus einem anderen Land zu uns gekommen sind und sich hier hervorragend eingelebt hatten.

Egal, was sie beruflich gemacht hatten, sie wurden von diesen widerwärtigen Rassisten eiskalt hingerichtet, weil sie nicht aus Deutschland kommen.

Wir schauen seit einigen Tagen in ein tiefes, dreckiges, stinkendes Loch. Und Sie, Herr Rhein, müssen sich seitdem dauernd fragen, warum niemand etwas davon mit bekommen hat.

Da finden sich Wahnsinnige zusammen, kaufen Pistolen, leihen Wohnmobile, reisen mordend durch die Bundesrepublik und schwätzen mit Sicherheit mit ihren braunen Freunden über ihre "Heldentaten".

Herr Rhein, wo waren denn in diesen Tagen die ca. 100 V-Leute, die von den Verfassungsschützern zwecks Unterwanderung der NPD angeworben worden sind. Was machen die denn so den ganzen Tag? Da sie sich gegenseitig nicht kennen – könnte es nicht sein, dass die V-Leute sich gegenseitig belauern? Könnte es sein, dass man sich in der NPD über Sie kaputt lacht und alle V-Leute schon lange kennt? Vielleicht lässt man die nur nicht auffliegen, weil die auf diese Art und Weise so schönes Geld verdienen?

Denn Erkenntnisse haben Sie ja wohl zumindest in dem Kassseler Fall nicht gesammelt. Dabei war Ihr V-Mann 50 Mal in dem Internetshop. Vielleicht sogar während der Mordzeit. Mitgekriegt hat er nichts. Na bravo.

Mal ehrlich, Herr Rhein. Brauchen wir eigentlich diesen Verfassungsschutz auf Landesebene? Was schützen die eigentlich genau?

Mit geheimen Grüßen

Rainer HahneChefredakteur

PS. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Mordopfer.

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