Hessische Erstaufnahmeeinrichtung in Rotenburg bleibt – Ausbau geplant

Die ehemalige Alheimer Kaserne in Rotenburg bleibt als Hessische Erstaufnahmeeinrichtung bestehen und wird künftig weiter ausgebaut. Foto: Archiv

Für die Hessische Erstaufnahmeeinrichtung in Rotenburg ist künftig ein Ausbau zum medizinischen Ambulanzzentrum und barrierefreie Unterkunftsbereiche geplant.

Rotenburg. Auch nach der erneuten Anpassung des Standortkonzepts zur Unterbringung von Flüchtlingen in Hessen durch die hessische Landesregierung bleibt die ehemalige Alheimer Kaserne in Rotenburg Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE). Dies hat das hessische Finanzministerium als Verwalter der Liegenschaft nunmehr Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald mitgeteilt.

„In den vergangenen Wochen kam wegen der sinkenden Flüchtlingszahlen verstärkt Unsicherheit über den Fortbestand des Rotenburger HEAE-Standorts in der Bevölkerung und bei den weiterhin engagierten Ehrenamtlichen auf“, sagt Grunwald. Sowohl Sozialminister Stefan Grüttner wie auch Sozial-Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel hatten jedoch in Gesprächen immer wieder die Wichtigkeit der Rotenburger Einrichtung betont. „Insofern bin ich dankbar für diese Entscheidung und damit für die Klarstellung zum Erhalt des Standorts“, sagt der Bürgermeister. Er sieht durch den Weiterbetrieb der Erstaufnahmeeinrichtung einen Mehrwert für die Stadt Rotenburg. Auf der Grundlage dieser Entscheidung könne nun aber auch das im vergangenen Jahr von Sozialminister Grüttner vorgestellte Konzept zum Ausbau der ehemaligen Kasernenliegenschaft zum Zentrum für besonders schutz- und fürsorgebedürftige Personen umgesetzt werden. Geplant sind unter anderem die Einrichtung eines medizinischen Ambulanzzentrums und die barrierefreie Herrichtung von Unterkunftsbereichen für Menschen mit Behinderung. Ebenso könne nun auch die bereits länger geplante Umnutzung des ehemaligen Offizierskasinos zum interkulturellen Begegnungscafé für Einheimische und geflüchtete Menschen erfolgen. „Die Sicherung des HEAE-Standorts Rotenburg gibt uns Planungssicherheit“, sagt die Rotenburger Koordinatorin für Gemeinwesenarbeit Carolin Ri

chardt. Nun gelte es, die im vergangenen Jahr bereits geplanten Maßnahmen zur baulichen Veränderung der Liegenschaft zügig umzusetzen. Das liege nicht zuletzt auch im Interesse der immer noch vielen ehrenamtlichen Helfer aus der Stadt und der Region. Gerade deren Engagement trage nach den Erfahrungen von Carolin Richardt in besonderer Weise dazu bei, dass ein weitgehend gutes Miteinander der Menschen in der HEAE und der Rotenburger bestehe. Derzeit engagieren sich Ehrenamtliche in der Erst­­aufnahmeeinrichtung als Vorlesepaten, als Deutsch-Lehrer, im Bereich der Kleiderausgabe, im Staatskundeunterricht, mit Sportangeboten und im Bereich des Verkehrssicherheitstrainings.

Nach aktuellen Informationen leben derzeit rund 180 Menschen in der ehemaligen Alheimer Kaserne.

Infoveranstaltung

Zu einer weiteren Infoveranstaltung für alle interessierten Bürger über den aktuellen Stand der Flüchtlingsunterbringung in Rotenburg laden die Koordinatorin für Gemeinwesenarbeit, Carolin Richardt, und Bürgermeister Christian Grunwald am 29. März um 18.30 Uhr in den Bürgersaal im Bürger- und Tourismuszentrum am Bahnhof ein. Nach einer Berichterstattung von Einrichtungsleiter Thomas Baader haben die Bürger auch in dieser Veranstaltung wieder die Möglichkeit, Fragen zur Flüchtlingsunterbringung in Rotenburg zu stellen.

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