Heiderich vor dem Bundestag: „Deutsche Entwicklungspolitik muss die weltweit 500 Millionen Kleinbauern wettbewerbsfähig machen“

Berlin/Waldhessen. In einer Rede vor dem Deutschen Bundestag hat sich der heimische Abgeordnete Helmut Heiderich am heutigen Freitag erfreut darüber

Berlin/Waldhessen. In einer Rede vor dem Deutschen Bundestag hat sich der heimische Abgeordnete Helmut Heiderich am heutigen Freitag erfreut darüber gezeigt, dass die Bundesregierung das Thema ländliche Entwicklung wieder zu einem Schwerpunkt ihrer globalen Zukunftsstrategie gemacht habe. Die alte Strategie, dass weltweit genug produziert und nur nicht richtig verteilt werde, sei gescheitert.

"Trotz großer Versprechen zu Beginn des Millenniums ist die Zahl der Hungernden nicht geringer, sondern eher höher geworden. Wir müssen erkennen, dass Hunger und Unterernährung gerade dort am größten sind, wo die meisten Kleinbauern leben, und zwar im ländlichen Raum", so Heiderich.

Deshalb setze die neue deutsche Entwicklungspolitik jetzt darauf, die weltweit 500 Millionen Kleinbauern wettbewerbsfähig für den Markt zu machen, damit sie sich aus eigener Kraft ernähren können. Heiderich: "Wir wissen, dass ein investierter Euro nirgendwo einen solch positiven Effekt auf die Minderung von Armut und Entwicklung hat, wie in der Landwirtschaft."

In der Debatte zur weltweiten Ernährungssicherheit kritisierte Heiderich einen SPD-Antrag zum Handel mit Agrarprodukten als völlig verspätete Initiative. Der CDU-Politiker sagte, dass die Koalition bereits im April des vergangenen Jahres einen umfassenden Antrag zu diesem Thema eingebracht habe. Diesen hatte der Bundestag am 20. Oktober 2011 bereits beschlossen.

"Deshalb kommt alles, was sie in ihren Anträgen jetzt vorbringen einerseits zu spät. Andererseits schießt es weit über das Ziel hinaus, wenn man es mit dem vergleicht, was uns in einer Anhörung im vergangenen Juni von Experten dazu vorgetragen wurde", so Heiderich im Parlament.

Im ländlichen Raum liege der Schlüssel für den Kampf gegen Armut, Unterentwicklung, Hunger und Mangelernährung. Deshalb sei es sehr zu begrüßen, das Minister Niebel dazu jetzt eine Task-Force auf den Weg gebracht und in der vergangenen Woche sein "10-Punkte Programm für ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung" vorgestellt habe, so der Bundestagsabgeordnete.

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