Heiderich: CDU hält Wort – neues Kinderschutzgesetz kommt!

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Helmut Heiderich. Foto: Archiv

Berlin/Waldhessen. "Jahrelang mussten wir immer wieder erschrocken zur Kenntnis nehmen, dass Quälereien und Missbrauch an Kindern nicht bemerkt

Berlin/Waldhessen. "Jahrelang mussten wir immer wieder erschrocken zur Kenntnis nehmen, dass Quälereien und Missbrauch an Kindern nicht bemerkt und verhindert werden", so der heimische Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich. Deshalb haben CDU/CSU und FDP ein Bundeskinderschutzgesetz entwickelt, über das am Freitag im Deutschen Bundestag erstmals beraten wurde.

"Wir erreichen so eine umfassende Verbesserung des Kinderschutzes in Deutschland und setzen damit eine zentrale Unionsforderung aus dem letzten Bundestagswahlkampf um", so Heiderich.

Das Gesetz basiert auf einem intensiven Austausch mit Fachleuten aus Praxis und Wissenschaft, aus Ländern, Kommunen und Verbänden.

"Damit schaffen wir die Grundlage für ein flächendeckendes Hilfsangebot. Erstmals bringen wir alle wichtigen Akteure im Kinderschutz wie Jugendämter, Schulen, Gesundheitsämter, Krankenhäuser, Ärzte und Polizei in einem vorbeugenden Netzwerk zusammen", so der CDU-Politiker.

Mit dem neuen Kinderschutzgesetz werden neue fachliche Standards in der Kinder- und Jugendhilfe festgeschrieben und die Zusammenarbeit der Jugendämter, etwa bei einem Familienumzug, optimiert.

Außerdem regelt es den Hausbesuch zur Einschätzung von Lebenssituationen neu und fördert den Einsatz von Familienhebammen, die junge Eltern im ersten Lebensjahr ihres Kindes begleiten. "Damit nehmen wir eine private Initiative auf, die sich als sehr erfolgreich bewährt hat", sagt Heiderich.

Klar sei auch, so Heiderich, dass sich der Bund dabei finanziell engagiere. "Das überlassen wir nicht alleine den Ländern und Kommunen wie früher oft üblich. Deshalb ist es gut, dass die Bundesregierung mit insgesamt 120 Millionen Euro die Kosten für die Familienhebammen übernimmt", so der Bundestagsabgeordnete.

Enttäuscht zeigt sich Heiderich dagegen über das Abstimmungsverhalten der SPD. "Nachdem die SPD bereits in der Großen Koalition ein neues umfassendes Kinderschutzgesetz blockiert hat, lehnt sie nun auch unsere neue Regelung ab. Wer ständig mehr Anstrengungen im Präventionsbereich fordert, darf sich, wenn es konkret wird, nicht in die Büsche schlagen", kritisiert Heiderich.

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