Heiderich: SPD will Städten und Gemeinden ans Geld

„In den vergangenen Jahren sind insgesamt 45,56 Millionen Euro aus der Staedtebaufoerderung des Bundes in unsere Region geflossen“, sagt Helmut Heiderich. Foto: Archiv
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„In den vergangenen Jahren sind insgesamt 45,56 Millionen Euro aus der Staedtebaufoerderung des Bundes in unsere Region geflossen“, sagt Helmut Heiderich. Foto: Archiv

Berlin/Waldhessen. "Die Eurokrise ist eine Schuldenkrise", so der heimische Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich. "Und sie wird sich

Berlin/Waldhessen. "Die Eurokrise ist eine Schuldenkrise", so der heimische Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich. "Und sie wird sich nur lösen lassen, wenn jedes Land seinen Haushalt in Ordnung bringt und weniger Schulden macht".

Deshalb sei es richtig, so Heiderich, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy jetzt forderten dass alle Euroländer eine Schuldenbremse in ihre Verfassung einbauen sollten. In Deutschland ist die Schuldenbremse bereits beschlossen, in Spanien wird sie gerade vereinbart.

Wenn die SPD dagegen Eurobonds verlange, sei dies nichts anderes als eine Sozialisierung aller europäischen Schulden. "Nachdem der Sozialismus in Osteuropa gescheitert ist, wollen wir ihn nicht im Euroraum neu beleben", so der CDU-Politiker.

Konkret würden Eurobonds bedeuten, dass die Zinsen für Bund, Länder und Gemeinden, aber auch für Häuslebauer und Handwerker um 2 bis 2,5 Prozent steigen würden, erläutert Heiderich.

"Da kann sich jede Gemeinde in unserem Landkreis ausrechnen, wie viel für Kassenkredite und Altschulden zusätzlich zu zahlen und von den Bürgern zu fordern ist."

Außerdem würden Eurobonds sofort die positive wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland lähmen.

Genauso falsch seien aber auch die einfachen und populistischen Vorschläge, den Euro abzuschaffen und zur DM zurückzukehren. "Der Euro hat seit seiner Einführung international rund 25 Cent an Wert gewonnen", so Heiderich. Dadurch kann sich jeder Bürger heute mehr Auslandseinkäufe – ob Urlaub, ob Computer – leisten als damals.

Der Euro sei in seinem ersten Jahrzehnt auch preisstabiler gewesen als die DM in den zehn Jahren zuvor. Die Behauptung: Euro = Teuro habe sich - allen Behauptungen zum Trotz - nicht bewahrheitet, betont der Bundestagsabgeordnete.

Deutschland habe als Exportnation bisher wie kein anderes Land vom Euro profitiert. Damit dies so bleibe, müsse in ganz Europa eine gemeinsame Stabilitätskultur durchgesetzt werden aber keine gemeinsame Schuldenmacherei. "Dann bleibt der Euro auch in Zukunft eine stabile Währung und vor Angriffen von Spekulanten besser geschützt", so Heiderich.

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