Iliev hat viele Ideen um die Schulden Heringens abzubauen

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Iliev hat viele Ideen um die Schulden Heringens abzubauen

Daniel Iliev: „Finanzielle Gesundung der Stadt geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen“

Heringen. In Heringen (Werra) jagt eine Hiobsbotschaft die nächste. Erst kürzlich ereilte das Rathaus die Meldung, dass eine Rückzahlung an das Finanzamt in Höhe von ca. 500.000 Euro fällig sei. Bürgermeister Daniel Iliev, der seit seinem Amtsantritt vor fast einem Jahr das Ziel verfolgt, die Stadt Heringen (Werra) finanziell wieder auf gesunde Beine zu stellen, bemüht sich nicht nur um kurzfristige Schadensbegrenzung. Vielmehr plant der 33-Jährige langfristig:

„Vor fast einem Jahr bin ich mit dem Anspruch an mein Amt herangetreten, dass Heringen finanziell wieder in die Spur gebracht werden muss. Die Notlage unseres größten Gewerbesteuerzahlers war schon lange vorher bekannt. Umso erfreuter bin ich, dass unsere kurzfristigen Maßnahmen gefruchtet haben. Die Arbeit fängt jetzt jedoch erst richtig an.“

Mittlerweile wird nicht nur deutlich, in welchen Bereichen Mehreinnahmen durch Gebührenerhöhungen (Wertstoffsammelzentrum, KITA, Gemeinschaftshäuser, Bäderbetriebe etc.) geplant sind. Die Marschroute Ilievs sieht ebenfalls konkrete Einsparungen vor. Denn vermittelbar sei es nicht mehr, nur die Steuerzahler zu belasten, wie Iliev ausführt. Nun müsse auch die Stadt ihren Beitrag dazu leisten.

Auf Initiative des Bürgermeisters wurden bereits erste Gespräche aufgenommen, was einen möglichen Trägerwechsel des Werra-Kalibergbaumuseums anbelangt. Ebenfalls beantragt Iliev in der kommenden Stadtverordnetenversammlung eine langfristige Übergabe der Gemeinschaftshäuser in private Trägerschaften – bspw. an Vereine. Damit sollen die Gemeinschaftshäuser vor ihrer Schließung bewahrt werden. „Ich weiß um die Bedeutung der verschiedenen Gemeinschaftshäuser, gerade für die Infrastruktur vor Ort. Ich weiß aber auch um die Kosten, die diese verursachen. Mein Wunsch ist es, dass wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern eine Lösung erarbeiten, die am Ende des Tages die Kosten für die Stadt erheblich reduziert und den Stadtteilen einen Erhalt der Gemeinschaftshäuser sichert. Dafür müssen wir jetzt endlich in die offene und vor allem ehrliche Diskussion mit den Bürgern treten“, will Iliev eine breit getragene Lösung herbeiführen.

Nach einem solchen Weg sucht der Rathauschef ebenfalls im Bereich des fritz kunze bad, das den städtischen Haushalt mit fast einer Million Euro belastet. „Wollen wir uns einfach nur unserem Schicksal ergeben, uns an dem Neubau erfreuen und die Zügel aus der Hand geben?“, fragt Iliev provokant.

Auch die Verwaltung trägt ihren Beitrag zur Konsolidierung bei. Das geforderte Personalkonzept wurde kürzlich erarbeitet und wird den Stadtverordneten im Rahmen der nächsten Stadtverordnetenversammlung vorgelegt. Das Konzept zeigt Einsparpotential in Höhe von mehr als 500.000 Euro jährlich in den nächsten Jahren auf. „Ich habe es immer wieder betont: wenn ich mein Amt antrete, dann werden wir auch unpopuläre Entscheidungen treffen müssen, wollen wir das finanzielle Desaster aufarbeiten. Wir alle müssen unseren Beitrag leisten. Das geht nicht von heute auf morgen, aber mit einem Plan, den ich verfolge.“, ist sich Iliev sicher, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

Dennoch wird er nicht müde zu betonen, dass bereits heute die Weichen gelegt werden müssen, damit nicht irgendwann das dicke Ende richtig kommt – und das hieße Verlust der eigenen Selbständigkeit. „Wir müssen handeln. Jetzt! Und vor allem müssen wir das gemeinsam wollen - denn das ist es, was die Steuerzahler von uns verlangen.“, spricht sich der junge Bürgermeister für eine nachhaltige Lösung aus.

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