Bad Hersfeld bringt sich auf Vordermann

Bad Hersfeld. Denkmalschutz, Altstadtflair und Klimaschutz  – geht das zusammen? In Zeiten steigender Energiekosten sind stadtbildprägende Gebäud

Bad Hersfeld.Denkmalschutz, Altstadtflair und Klimaschutz  – geht das zusammen? In Zeiten steigender Energiekosten sind stadtbildprägende Gebäude, wie beispielsweise die Gründerzeit-Bauten in der Dudenstraße oder die Fachwerkhäuser in der Unteren Frauenstraße einerseits historisch wertvolle, andererseits beschäftigen die Kosten zunehmend die Hauseigentümer oder Mieter.

Wo und wie kann ich außen oder innen dämmen? Welche Haustechnik ist für mich langfristig am günstigsten? Wer unterstützt mich bei der Umsetzung? Wie profitiere ich als Mieter? Kann ich mich mit anderen Eigentümern innerhalb der Energieversorgung zusammen schließen? Wie und wo kann ich mich gezielt beraten lassen? Wie profitiere ich als Gewerbetreibender von niedrigen Energiekosten? Können die Stadtwerke oder die Energiegenossenschaft meine Heizung übernehmen und warten und mich von Kosten entlasten?

Diesen Fragen stellt sich die Kreisstadt und wird ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für die historische Altstadt erstellen. Anlass ist der Bundeswettbewerb des Bundesministeriums für Bauen, Stadtentwicklung und Verkehr (BMVBS) "Historische Stadtkerne – integriert denken und handeln". Bürgerschaftliches Engagement wird hier groß geschrieben! Daher ruft die Kreisstadt alle Bürgerinnen und Bürger innerhalb des Stadtrings auf, sich für die Zukunft der historischen Altstadt einzusetzen. Gemeinsam mit der kommunalen Stadtplanung und dem Sanierungsträger NH Projektstadt (ehemals Wohnstadt) erarbeiten sie dann in den kommenden zehn Monaten innovative Lösungen zur Sicherung der Altstadt als Ort für Wohnen, Handel und Dienstleistung. Auch die Gewerbetreibenden werden in diesem Prozess direkt eingebunden. Auftragnehmer sind die Kasseler Büros Arbeitsgruppe Stadt (AG Stadt) und die Klimaschutz- und Energieeffizienzagentur (KEEA).

Was ist angedacht? Für die Bürgerschaft ist eine Zukunftskonferenz in Planung, in der die Ideen entwickelt werden sollen. Banken- und Sparkassen, die Stadtwerke, Architekten und Ingenieure sowie der lokale Handel werden innerhalb von Experten-Gesprächen interviewt.

Eine Beratungs- und Informationskamapgne in Vorbereitung, in der lokale Energie-Berater auf Wunsch der Hauseigentümer oder Mieter oder Gewerbetreibende eine gezielte Energieeinsparberatung durchführen. Die lokale Presse ist intensiv in den Prozess eingebunden.

Schon jetzt können erste Ideen entweder über stadtplanung@bad-hersfeld.de, die Website des E-Punkts (www.e-punkt-hersfeld.de) oder über die 06621/16617 eingereicht werden.

Die komplette Altstadt ist in den letzten 40 Jahren als Sanierungsgebiet ausgewiesen, viele Maßnahmen sicherten den Bestand als attraktiver Wohn- und Geschäftort. In Kürze läuft die Förderung seitens des Bundes und der Länder jedoch aus. Das ISEK hat zum Ziel, die erreichten Sanierungsziele verstetigt und zukunftsfähig fortzuschreiben.

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