Bad Hersfeld soll ICE-halt bleiben

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Die ICE-Anbindung ist wichtig für Bad Hersfeld – und die Region.

Bürgermeister Fehling legt Argumente für Erhalt des ICE-Halts vor.

Bad Hersfeld. Im Rahmen des regionalen Bahnbeteiligungsverfahrens hatten die politischen Gremien der Kreisstadt einen eigenen Vorschlag zur Trassenführung in der Region entwickelt. Zuvor hatte das Papier bereits bei allen weiteren Bad Hersfelder Teilnehmern am Beteiligungsforum der DB eine breite Akzeptanz gefunden, insbesondere auch bei den Vertretern des Aktionsbündnis Waldhessen, einem Zusammenschluss mehrerer Bürgerinitiativen. Der Bad Hersfelder Vorschlag ist nach der Vorstellung der Grobkorridore durch die DB im März auch noch weiter „im Rennen“.

Das Kasseler Regierungspräsidium hat von der DB gefordert, die Auswirkungen eines Fernverkehrshalts in Bad Hersfeld oder außerhalb von Bad Hersfeld im Variantenvergleich besonders zu berücksichtigen – und die Bahn will das Thema auch im weiteren Planungsprozess „sehr genau bearbeiten“. Hier hat nun Bürgermeister Thomas Fehling bereits den nächsten Schritt getan. Es gibt aus seiner Sicht eine Fülle von Gründen, warum ein ICE-Halt in Bad Hersfeld eine Generationenchance ist – nicht nur für die Stadt selbst, sondern auch für die Menschen im Landkreis.

Um dies aufzuarbeiten und deutlich zu machen, wurde eine umfangreiche Arbeitsgrundlage erstellt, wiederum in enger Abstimmung mit allen Bad Hersfelder Teilnehmer des Bahnbeteiligungsforums. Die Informations- und Argumentationssammlung versandte der Bürgermeister nun an alle Mandatsträger in Bad Hersfeld. Fehling dazu: „Mit diesen starken Argumenten wollen wir in die nächsten Bahnforen gehen. Bad Hersfeld wird sich weiterhin gemeinsam und engagiert, mit einer Stimme, für den ICE-Bahnhof in der Stadt einsetzen!“

Fehling Einschätzung für die Zukunft: „Bis zur erfolgreichen Aufnahme unserer Positionen in den letztlichen Bundesverkehrswegeplan ist es noch eine weite Reise – und der Weg zu einem dauerhaften ICE-Halt in Bad Hersfeld wird vermutlich noch sehr steinig werden. Hier brauchen wir Unterstützung bei Bund, Land und Region.“

Deshalb wurde, neben DB und dem Regierungspräsidium Kassel, das Papier zugleich auch an Entscheider in Bundesregierung und Bundestag, an die Hessische Landesregierung und Landtagsabgeordnete, die Spitzen des Landkreises Hersfeld-Rotenburg und an die Bürgermeister der Nachbargemeinden im Landkreis gesandt. Zugleich warb Fehling auch bei den lokalen Mandatsträger in Bad Hersfeld dafür, ihre „eigenen Netzwerke durch Versendung unserer Positionspapiere oder durch persönliche Kontaktaufnahmen“ zu aktivieren.

Es sei, so Fehling abschließend, „eine Generationenchance, für die es sich gemeinsam zu kämpfen lohnt“, wenn Bad Hersfeld eine bessere und dauerhafte Anbindung an das schnelle Personenverkehrsnetz erhält. „Wir gehören dann mit Reisezeiten unter einer Stunde zum Einzugsgebiet des Rhein-Main Gebietes. Das ist gut für die Stadt, und das ist gut für Kreis und Region!“ Die Argumentationssammlung gibt es auf der Homepage der Stadt Bad Hersfeld unter www.bad-hersfeld.de/download/Hersfeld_Vorschlag_ICE_Trasse.pdf

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