Hersfeldpreis-Verleihung: Dennis Herrmann, Natalja Joselewitsch und Corinna Pohlmann ausgezeichnet

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Gleich zwei Darsteller wurden mit dem Großen hersfeldpreis ausgezeichnet.

Bad Hersfeld. Aufmerksame Zuschauer ahnten bereits, dass die Hersfeldpreis-Verleihung in diesem Jahr etwas Besonderes werden würde, denn diesmal standen gleich drei Schatullen mit den begehrten Preisen bereit. Die Jury hatte sich ihre Wahl nicht leicht gemacht und verkündete schließlich einen Doppelsieg: Natalja Joselewitsch und Dennis Herrmann wurden für ihre Hauptrollen als Viola de Lesseps und William Shakespeare in der Komödie „Shakespeare in Love“ mit dem Großen Hersfeldpreis ausgezeichnet. Die Jury, vertreten durch Martina Mattrick-Stiller, lobte die „große Glaubwürdigkeit, jugendliche Frische und unbändige Energie“ der beiden Darsteller, ebenso den souveränen Wechsel zwischen Romeo-und-Julia-Original und der modernen Komödie. „Ihre Harmonie und Leichtigkeit bestimmen das perfekt aufeinander abgestimmte Spiel im Spiel im Spiel“, erklärte Mattrick-Stiller die Jury-Entscheidung. Der Hersfeldpreis ging an Corinna Pohlmann für ihre Doppelrolle als Ingrid und Trollprinzessin in „Peer Gynt“. Sie spiele darin zwei grundverschiedene Figuren mit hoher Emotionalität und Glaubwürdigkeit. „Zu Gebote stehen ihr dabei sprachliche Variationsbreite, ausgeprägte Wandlungsfähigkeit und artistische Spiellust“, so das Fazit der Jury. Pohlmann war bereits in den vergangenen Jahren in „Hexenjagd“ und „Martin Luther – Der Anschlag“ mit überzeugenden Darbietungen aufgefallen.

Alle drei Preisträger waren von der Auszeichnung einigermaßen überrascht, da sie dieses Mal nicht vorab über die Entscheidung der Jury informiert worden waren. „Ich habe noch nie einen Preis gewonnen, ich bin ganz aufgeregt“, bekannte Dennis Herrmann, als er den Preis entgegennahm. Corinna Pohlmann berichtete, sie habe sich bereits mit Visualisierungstechniken auf einen möglichen Preis vorbereitet, nun sei sie aber doch vollkommen überrascht, dass dieser Traum tatsächlich in Erfüllung gegangen sei. Überwältigt dankten alle drei den vielen anderen beteiligten, die dies möglich gemacht hatten, den beiden Regisseuren sowie insbesondere Intendant Joern Hinkel. Umrahmt wurde die Preisverleihung mit einer kleinen Matinee mit Musical- und Liedbeiträgen des Ensembles und des Festspiel-Orchesters unter der Leitung von Christoph Wohlleben. Staatsekretär Mark Weinmeister überbrachte ein Grußwort der Landesregierung und würdigte einmal mehr das vorbildliche bürgerschaftliche Engagement rund um die Festspiele, unter anderem durch die „Freunde der Stiftsruine“: „Alle, die hier wohnen, profitieren von diesem Engagement und ohne die Festspiele wäre die Region ein deutliches Stück ärmer.“ Helgo Hahn, Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine, konnte auch gleich einen weiteren Meilenstein des Unterstützervereins bekannt geben: Dank gestiegener Mitgliederzahlen konnte der Verein in diesem Jahr die Festspiele mit einer Spende in Höhe von 15.000 Euro unterstützen. Das Geld wird für die Modernisierung der technischen Anlage des Inspizienten benötigt – damit die Besucher auch weiterhin anspruchsvolle und reibungslose Inszenierungen genießen können. Im Anschluss luden die Freunde der Stiftsruine die Besucher und Ensemblemitglieder zu einem kleinen Sommerfest im Stiftspark ein.

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