Bürger wollen Hessentags-Konzerte

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Die Organisatoren konnten sich über rege Beteiligung in der vollbesetzten Schilde-Halle freuen.

Bei der Bürgerinfo am Mittwochabend zum Thema Großveranstaltungen am Hessentag gab es einen klaren Trend.

Bad Hersfeld.  Ein deutliches Trendergebnis erbrachte die Bürgerinfoveranstaltung zum Thema „Großveranstaltungen auf dem Hessentag“ am Mittwochabend. Wenn Bad Hersfeld den Hessentag ausrichtet, dann auch richtig – und da gehören Konzerte und Großveranstaltungen einfach dazu, so die vorherrschende Meinung unter den Teilnehmern der Veranstaltung. Bevor es aber an die Diskussion ging, begrüßte zunächst der Erste Stadtrat Gunter Grimm die zahlreichen Besucher in der vollbesetzen Schilde-Halle und dankte ihnen für ihr Interesse und Engagement in der Sache. Referent Meik Ebert erläuterte, die Stadtverwaltung wolle auf diese Weise ein Meinungsbild der Bevölkerung einholen. Im weiteren Verlauf der Hessentagsplanung werde es noch weitere solche Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung geben. Schüler-Musikgruppen der Konrad-Duden-Schule und der Geistalschule stimmten mit ihren Musikbeiträgen auf das Thema Konzerte ein. Schließlich werden auch beim Hessentag die Großkonzerte nur einen kleinen Teil der angebotenen Veranstaltungen ausmachen, wie die Hessentagsbeauftragte der Stadt erläuterte. In Herborn waren es beispielsweise nur sechs von insgesamt 1.000 Veranstaltungen. Der überwiegende Teil entfällt hingegen auf Veranstaltungen auf den Aktionsbühnen durch regionale Vereine und Gruppen. Hessentagskirche, Polizei und Bundeswehr bieten weitere eigene Programmpunkte an. Infos zur Finanzierung der Konzertereignisse konnte Andrea Jung beisteuern. Sie ist zwar derzeit kaufmännische Leiterin der Festspiele, hat aber auch langjährige Erfahrung im Konzertmanagement – auch schon auf mehreren Hessentagen. Entscheidend, so ihre Einschätzung, sei immer die örtliche Infrastruktur, denn dies stellt den entscheidenden Kostenfaktor dar. Künstler erwarten sowohl ihre Gage als auch einen fertig hergerichteten Veranstaltungsort mit Strom, Wasser und allem, was dazugehört. Und am Gewinn will er natürlich auch beteiligt werden. „Der Veranstalter ist immer der letzte, der verdient“, sagte sie. Es gelte also, die vorhandenen Ressourcen im Vorfeld gut zu nutzen – davon, neue Veranstaltungsorte „auf der grünen Wiese“ zu errichten, rät sie ab. Als mögliche Veranstaltungsorte in Bad Hersfeld seien neben Stiftsruine, Schilde-Halle und dem Hessentags-Festzelt beispielsweise das Hessenstadion und das Stadion am Obersberg zu prüfen. Im Rahmen des in Bad Hersfeld möglichen werden die Konzerte aber wohl eher auf 15.000 anstatt 30.000 Besucher angelegt sein. Ebert merkte an, dass man auch bereits alternative Möglichkeiten suche, um die vorhandenen Veranstaltungsorte zu nutzen. So wird das Festspiel-Konzert von Max Giesinger in der Stiftsruine am 22. August parallel in der Stiftsruine übertragen, so dass noch mehr Zuschauer daran teilnehmen können. Einigkeit herrschte in der anschließenden Diskussion aber, dass die Konzerte als Besuchermagneten ein wichtiger Bestandteil des Hessentags seien. Nachdem man sich nun dafür entschieden habe, solle man nun nicht am falschen Ende sparen „das wirft sonst ein schlechtes Licht auf Bad Hersfeld“, so ein Teilnehmer. Besonders unter den jüngeren Teilnehmern nahmen die beliebten Veranstaltungsformate „Just White“ und „Just 90s“ der regionalen Radiosender einen hohen Stellenwert ein. Die Bürger konnten auch direkt Wünsche nach Künstlern äußern, wobei Andreas Gabalier, David Garrett, Andreas Bourani genannt wurden ebenso wie DSDS-Sieger Thomas Godoj und die Metalband Edguy aus Fulda.

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