Hessentag nach Hersfeld

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Bad Hersfeld. Die Kreis-JU unterstützt den Vorschlag der NBL, das Landesfest in die Kreisstadt zu holen

Bad Hersfeld. Die Junge Union Hersfeld-Rotenburg unterstützt die Idee der Neuen Bürgerliste (NBL), den Hessentag in die Kreisstadt Bad Hersfeld zu holen. "Der Hessentag ist nicht nur eine riesiges Volksfest für ganz Hessen, er ist auch gleichzeitig eine einzigartige Möglichkeit für zahlreiche Firmen, Schulen, Verwaltungen und sonstige Einrichtungen, einen Einblick in ihre Arbeit und ihren Beitrag zum Leben in Hessen zu geben. Die ausrichtende Stadt selbst kann sich zudem von ihrer besten Seite zeigen und somit Werbung für die ganze Region machen. Bad Hersfeld, in der Mitte Deutschlands und Europas gelegen, würde so eine weit über die Kreisgrenzen hinweg gehende Möglichkeit der Eigenwerbung erhalten. Der Hessentag als Aushängeschild strahlt auf die gesamte Region, die Unternehmen und die hier lebenden Menschen", hebt der JU-Kreisvorsitzende Jan Saal die Vorzüge des Hessentages hervor.

Das Problem der Finanzierung ist jedoch auch der Jungen Union bewusst. "Wie bei allen Leuchtturmveranstaltungen muss auch beim Hessentag ähnlich der Bad Hersfelder Festspiele die Frage der Finanzierung gestellt werden. Insbesondere die Rückgabe des Hessentages durch die Stadt Vellmar im Jahr 2013 hat die hohe finanzielle Belastung deutlich gemacht. Wir können uns für den Hessentag keine neuen Schulden erlauben," schränkt Saal die anfängliche Euphorie ein.

Die JU Hersfeld-Rotenburg begrüße daher ausdrücklich die Ankündigung des Hessentagsbeauftragten der Landesregierung am Rande der Bewerbung der Stadt Herborn für den Hessentag 2015, dass das Land ein neues Konzept für künftige Hessentage entwickelt hat. Ein Bestandteil davon sei, dass die Größe von Einzelveranstaltungen bei Hessentagen künftig "maßgeschneidert" sein solle. Wenn Bad Hersfeld als verhältnismäßig kleine Stadt als Ausrichter fungiere, dann müssten die Veranstaltungsgrößen auch den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Das neue Konzept der Landesregierung sehe auch vor, dass das Land für bis zu 3,5 Millionen Euro "Miese" aufkomme, sollte die Ausrichterstadt ein Defizit erwirtschaften.

"Grundsätzlich sollte das Land Hessen das Ausmaß und die Größe des Hessentages überdenken, um eine kostendeckende Durchführung zu gewährleisten. Die Ausrichterstadt darf keine hohen finanziellen Lasten aufgrund der Ausrichtung tragen. Das halten wir zukunftsweisend für den richtigen Weg", regt die stellvertretende JU-Vorsitzende Nadja Richardt an.

Entgegen der NBL müsse eine mögliche Bad Hersfelder Bewerbung nicht zwangsläufig auf 2017 hinauslaufen, da auch die Stadt Rüsselsheim über eine Bewerbung 2017 nachdenke. Aufgrund längerer Vorbereitungszeiten sei eine Bewerbung für 2018 denkbar. "Wir hoffen auf eine sachorientierte und fernab politischer Grabenkämpfe orientierte Diskussion in der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung", macht Saal den Wunsch der Jungen Union an die Stadtverordneten deutlich.

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