Auf den Hund gekommen: Unerlaubt entsorgte Lebensmittel gefährden Haus- und Waldtiere

Obersuhl. Rippchen, Sauerkraut, Gartenabfälle und Bauschutt – nur einige der vielen Abfälle, die Unbekannte einfach entlang des Feldweges zwischen

Obersuhl. Rippchen, Sauerkraut, Gartenabfälle und Bauschutt – nur einige der vielen Abfälle, die Unbekannte einfach entlang des Feldweges zwischen Freibad und Anglerheim in Obersuhl entsorgt haben. "Viele Spaziergänger und Hundebesitzer haben sich schon bei uns beschwert", sagt Michael Gräf. Er ist Vorsitzender der NABU Wildeck und weiß, wie gefährlich verdorbene Essensreste für Hunde und Waldtiere sein können.

"Hunde und Waldtiere, zum Beispiel Füchse, wittern die Essensreste und verspeisen sie. Dass sie von den verdorbenen Resten krank werden können, wissen die Tiere natürlich nicht. Die Menschen, die sie dort hingeworfen haben, sollten das aber schon", bekräftigt Gräf. Und das sei nicht das einzige Problem. Gräf erklärt: "Wenn Hunde und Füchse an die selben Reste gehen, können sie sich gegenseitig mit Bandwürmern und der Fuchsräude anstecken."

Bei der Fuchsräude handelt es sich um eine Krankheit, die durch Sarcoptes-Milben ausgelöst wird. Ihre Symptome: Starker Juckreiz, vermehrte Schuppenbildung und Infektionen durch die aufgekratzten Stellen. "Bei Hunden ist die Krankheit heilbar, für Füchse und andere Wildtiere tödlich", weiß Gräf. Und es geht noch weiter: "Fuchsräude ist ansteckend, kann sogar auf den Menschen übertragen werden. Ist ein Hund infiziert und besucht beispielsweise mit seinem Besitzer die Hundeschule, dann kann er alle anderen Hunde auch anstecken", sagt er. Und natürlich kommen für Hundebesitzer, neben der Sorge um ihr Tier, zusätzlich noch die Tierarztkosten hinzu.

Deswegen appelliert er an die unbekannten Entsorger, dass sie ein Einsehen haben und damit aufhören. "Schließlich kann es nicht sein, dass jemand den Wald als Müllhalde missbraucht. Bauschutt, Essensreste und anderer Abfall gehören auf die Mülldeponie und nirgends sonst hin. Schließlich wollen wir, dass unser  Naturschutzgebiet und das direkte Umfeld sauber bleiben."

Für alle, die ihre alten Äpfel entsorgen wollen, hat Gräf noch einen Tipp: "Einfach mit dem ortsansässigen Jagdpächter in Verbindung setzen."

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