„Ich möchte Akteneinsicht“

Betriebsstrung in der MVA in Heringen (am 3./4. Juli 2009): Fischer findet die Antwort vom RP vllig ungengend. Hier der neue Brief:

Betriebsstrung in der MVA in Heringen (am 3./4. Juli 2009): Fischer findet die Antwort vom RP vllig ungengend. Hier der neue Brief:

Anfrage nach dem Umweltinformationsgesetz

hier: Betriebsstrung der MVA Heringen vom 03./04.07.2009

Ihr Schreiben vom 29.08.2009

Sehr geehrter Herr Weber,

mit Schreiben vom 29.08.2009 teilten Sie mir die Kostenentscheidung mit. Die Beantwortung meiner Fragen vom 8.07.2009 ist aus meiner Sicht nicht ausreichend gewesen, ganz im Gegenteil. Ihre teils sehr unsicheren Aussagen bestrken mich erneut die Fragen an Sie heran zu tragen, die Sie normalerweise dem Betreiber gestellt haben mssten.

In einigen Punkten staune ich darber, dass Sie die Beantwortung umgehen. Der Betreiber gibt am Tag der offen Tr am 12.09.09 an, dass nur mehrere Kilo Staub ausgetreten wren. Bei den max. Mengen (ca. 19,5to Feinstaub PM2,5 pro Jahr), die vom Betreiber beantragt wurden, ergibt sich trotz Filter bei 360Tagen Vollbetrieb schon ein Betrag von ber 2kg pro Stunde (siehe Anlage Berechnung Mengen). Da die Filter gerissen waren und damit auch die in den Kanlen und Auffangbehlter enthaltenen Stube (siehe Ablaufplan MVA Heringen) durch den Saugzug in die Umwelt geblasen wurden, habe ich erhebliche Zweifel an der Aussage.

Desweiteren gehen Sie nur auf die Feinstube ein. Die MVA gibt aber auch andere Gifte ab. Gerade bei fehlenden Filtern sind sie hochkonzentriert ausgetreten, denn sie lagern sich an die Feinstube an. Warum teilen Sie die am Schornstein der MVA gemessenen Werte fr die anderen Parameter nicht mit?

Eine klare Frage lautete, wann genau das RPU informiert wurde. Warum antworten Sie darauf mit ordnungsgem? Besser wre wann die Betriebsstrung dem RPU genau bekannt wurde?

Ich mchte Sie schon heute bitten fr Freitag, den 30.10.2009 um 15.00 Uhr Akteneinsicht zur MVA Heringen incl. aller Strflle zu gewhren.

Falls Sie bei den folgenden Detailfragen eine Kostenerhebung in Betracht ziehen, htten wir gerne vorher eine Aussage ber die Hhe!

Die Fragen sind in der Anlage beigefgt!

Mit freundlichen Gren

Hans-Jrgen Fischer

+++ +++ +++

Die Fragen:

Um welchen Hersteller der Gewebefilter (Schluche) handelt es sich?

Welche genaue Materialzusammensetzung und Spezifikationen liegen den Filterschluchen zu Grunde?

Bitte um Besttigung, dass es sich um 6 Kammern (3 pro Linie) und insgesamt 200 Filterschluche pro Kammer handelt?

Den DIfferenzdruck ber dem GewebefIlter Soll (von bis) und IST Wert zur Zeit der Betriebsstrung?

Die Anzahl der Fllstandmessgerte pro Kammer?

Wie erfolgte am 03J04.07.09 die Fllterschlauchabrelnigung automatisch oder von Hand?

Welche Temperaturen waren am Eingang zum GewebefIlter vor und zum Zeitpunkt der Strung gemessen worden?

Wie wurden die Risse entdeckt, erhhte Staubemissionswerte oder durch Absenkung des DIfferenzdrucks (bei -wie in der Pressemeldung geschildert -zuerst nur einem Filterschlauchrlss unwahrscheinlich!!)?

Wie viel Staub wurde emltiert -das RPU stellte fest, dass die Bevlkerung nicht gefhrdet wurde (woher wussten sie das?)?

Welche Strungen traten bislang whrend des Probebetriebes auf?

Wie lange dauert der Probebetrieb It. BetrIebsplan? (Bitte genaue Datumsangabe!)

Welche Emissionswerte aller Parameter wurden vor und whrend der Betriebsstrung gemessen (bitte genaue Angaben!)?

Fr welchen Zeitraum wird aufgezeichnet und archiviert?

Wie waren die Soll-und IST Werte am Tag der Betriebsstrungen (bitte genaue Angaben: halbstndliches Mittel, Ganztages Mittel, Mittel der Gesamtaufzeichnungeni)?

Was fr Mllfraktionen wurden am Tag des Strfalles verbrannt (bitte genaue Angaben und Spezifikationeni)?

Welche Rckstellproben liegen fr das verbrannte Material vor?

Warum wurden nicht die Schadstoffwerte im Internet fr Heringen verffentlicht (Tafel und Internet waren whrend des ET zugesichert!)

Was war die Ursache (nach Gutachten) fr diese Betriebsstrung?

Bei der Betriebsstrung wegen Brand im EInflltrIchter vom 21.08.2009 wurden ber die Schornsteine der Anlage leicht bluliche Rauchfahnen abgegeben. Wie kommt diese Frbung zu Stande, wenn doch die Filter funktionieren?

Was wurde zu diesem Zeitpunkt verbrannt ( PVC, daher wrde sich auch der bluliche Rauch erklren?)? Welche Chlorausste wurden zu diesem Zeitpunkt gemessen (auch alle anderen Messwerte.)?

Welche weiteren Betriebsstrungen sind bisher aufgetreten mit welchen Auswirkungen und Konsequenzen?

+++ +++ +++

Hier mehr zum Thema:

Keine schdlichen Auswirkungen (1) Betriebsstrung im MHKW Heringen: Die BI bekam jetzt Antwort vom RP auf Fragen zu Ursachen und Folgen...(aus dem KA-Online-Archiv vom 21. September 2009)Der Fragen zweiter Teil Hier das Antwortschreiben des Regierungsprsidiums auf den zweiten Brief von BI-Mitglied Hans-Jrgen Fischer und dessen Fragen zu Ursachen und Folgen der Betriebsstrung im Mllheizkraftwerk Heringen (am 1. Juli-Wochenende) ...aus dem KA-Online-Archiv vom 24. September 2009

Havarie im MKW: Fragen ber Fragen Brgerinitiative fr ein lebenswertes Werratal: Ursache und Auswirkungen sind immer noch ungeklrt ...aus dem KA-Online-Archiv vom 20. Juli 2009

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