Iliev oder Ries: Qual der (Stich)-Wahl in Heringen

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Hans Ries oder Daniel Iliev? Am Sonntag wählt Heringen den Bürgermeister – der KA stellt die letzten Fragen!

Heringen. Am Sonntag wird in Heringen gewählt: die Stichwahl steht auf dem Programm, nun entscheidet sich endgültig wer in den nächsten Jahren im Rathaus der Werra-Stadt sitzen darf. Amtsinhaber Hans Ries hatte die Wahl vor zwei Wochen knapp vor Iliev gewonnen. Mit 45,4 Prozent zu 39,4 Prozent fehlte Ries aber die absolute Mehrheit, die zur direkten Wiederwahl geführt hätte. Der KA fragte bei den beiden Kandidaten nochmal, kurz vor der Stichwahl, nach.

Wie zufrieden waren/sind Sie mit der ersten Wahl?

Amtsinhaber Hans Ries: Natürlich hätte ich mir ein Ergebnis über 50 Prozent gewünscht.  Bei drei Mitbewerbern und einem derart massiven Wahlwerbeaufwand von zumindest zwei dieser Bewerber um das Amt des Bürgermeisters war eine Stichwahl jedoch zu erwarten.

Herausforderer Daniel Iliev: Der erste Wahlgang hat gezeigt: Heringen möchte einen Wechsel. Darauf haben wir hingearbeitet und deshalb bin ich auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Wichtig ist ­allerdings, was am Sonntag herauskommt.

Warum sollten die Bürger am Sonntag die Stimme für Sie abgeben?

Amtsinhaber Hans Ries: In einer kleinen Stadt wie Heringen erschöpft sich die Aufgabe eines Bürgermeisters nicht in repräsentativen Aufgaben, jedenfalls nicht bei mir. Es sind höchster technischer und organisatorischer Sachverstand, Durchsetzungsvermögen, Zähigkeit sowie  Führungsqualitäten bezüglich der 140 städtischen Beschäftigten gefragt, wobei ich mir dies in meiner langen beruflichen und parlamen-­tarischen Tätigkeit zu ­guten Teilen schon vor 2004 erworben habe. Man wird wohl kaum jemanden finden, der diese Stadt noch besser kennt.

Herausforderer Daniel Iliev: Spätestens mit dem Ausgang der Kommunalwahl kann es gar keine andere Alternative geben, das zeigen die Sitzverhältnisse im Stadtparlament mehr als deutlich.  Mit mir wird es endlich wieder sach-­orientierte Politik geben. Das die Mehrheit das auch ­möchte, zeigt die Unter-­stützung meiner Person durch CDU, GfH und SPD.

Was sind Ihre Ziele für ­Heringen?

Amtsinhaber Hans Ries: Die drei kurzfristig wichtigsten Aufgaben sind: Die großen und schwierigsten Infrastrukturmaßnahmen Hauptstraße, Leimbacher Straße, Wölfershäuser Straße und Biegenrain müssen jetzt begonnen und zeitnah beendet werden. Als bedeutendste Besonderheit des Werratales muss die ­langfristige Wasserversorgung geplant und Stück für Stück baulich umgesetzt sowie über die beharrliche Akquise von Landesmitteln mitfinanziert werden.  Darüber hinaus muss der Einzelhandel auch in der Innenstadt durch eine geeignete attraktive ­Entwicklung entsprechend der vernünftigen Em-­pfehlungen des Regierungspräsidiums gesichert und weiterentwickelt werden.

Herausforderer Daniel Iliev: Kurzfristig geht es darum wieder vernünftig und sachlich zusammen zu arbeiten und an einem Strang zu ­ziehen, die finanzielle ­Situation in den Griff zu bekommen und die Problemkinder Wölfershäuser Str., ­Heinerberg und Kraftwerkstraße schnellstmöglich aus der Welt zu schaffen. Langfristig sind meine Ziele Innenstadtbelebung, Bevölker­ungsentwicklung, Stärkung der heimischen Unternehmen und Unternehmensansiedlung. Das schaffen wir aber nur mit Realismus, Zusammenarbeit, Wir-Gefühl, Nachhaltigkeit und modernen Ideen.

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