Immer der Streit ums liebe Geld

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Foto: Archiv

Redakteur Philipp Ling zu den neuerlichen Zusatzsausgaben für die Festspiele

Ein wenig Verwirrung herrschte in dieser Woche in der Festspielstadt, als Bürgermeister Fehling ankündigte, das Festspiel-Budget nun doch noch um 300.000 Euro zu erhöhen. Da fragt sich mancher Hersfelder verwundert: Hatten wir das nicht schon mal?

Schließlich war bei Holk Freytags Entlassung vor einigen Monaten gerade die Überschreitung des Budgets als Grund genannt worden.  Und hatte Dieter Wedel nicht vollmundig angekündigt, den Etat einzuhalten? Da mögen einige Freytags-Getreue ein deutliches "Geschmäckle" wittern.

Doch bei aller Ähnlichkeit, es gibt auch Unterschiede: Anders als zuvor, wo den städtischen Gremien der zusätzliche Finanzbedarf erst im Nachhinein angezeigt wurde, fragt Wedel nun schon vorher an – immerhin ein gutes Zeichen, dass der Dialog zwischen Stadt und Intendanz wieder in harmonischeren Bahnen verläuft.Außerdem ist das Geld nicht für die Inszenierungen selbst bestimmt – die vielen Stars kosten nichts extra, versichert Wedel – sondern für die Tribüne und die Ausstattung, mithin also Infrastrukturkosten, die den Festspielen auf lange Sicht zugute kommen. Der "Investitionsstau" in Sachen Festspiele war immerhin schon vorher bekannt. Und hat nicht Fehling das Thema Arbeitssicherheit ganz oben auf die Agenda gesetzt?

Einen wichtigen Pluspunkt gibt es da noch: Denn Wedel und Pruschwitz haben bereits einen Großteil der zusätzlichen Kosten durch eigene Sponsorenakquise abgedeckt. Bis jetzt läuft es also insgesamt deutlich runder unter der neuen Festspiel-Spitze.Vor neuerlicher Kritik sollte man also erst einmal abwarten, was am Ende dabei herauzskommt.

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