Schnelleres Internet für Kohlhausen und Sorga

Bürgermeister Thomas Fehling (2.v.l.) und Telekom-Manager Fuat Dalar (3.v.r.) freuen sich mit (v.l.n.r.) Andreas Bücking (Projektleiter Telekom), Bauleiter Henoch Leinberger, Manfred Gieb (ehem. Ortsvorsteher Kohlhausen) und Werner Ulrich (Leinberger Bau) über das neue Glasfaserkabel in Kohlhausen

Die Telekom errichtet drei neue Multifunktionsgehäuse, die Kohlhausen ab Dezember und Sorga ab Februar mit schnellerem Internet versorgen sollen.

Kohlhausen/Sorga. Wer gerne schnell im Internet unterwegs ist, kann sich doppelt freuen: Die Telekom baut ihr Netz im Vorwahlbereich 06621 aus und erhöht zugleich das Tempo. Nach dem bereits seit Ende 2015 in Bad Hersfeld die Kernstadt und die Stadtteile Asbach, Eichhof, Kathus, Petersberg sowie ein Teil von Sorga breitbandig versorgt wurde, sind nun rund 600 weitere Haushalte an der Reihe: Rund 150 im Stadtteil Kohlhausen und etwa 450 in Sorga. Die Telekom wird drei neue Multifunktionsgehäuse aufstellen oder mit modernster Technik ausstatten. Kohlhausen wird voraussichtlich bis Ende Dezember und der restliche Teil von Sorga bis Anfang Februar versorgt sein. Insgesamt stehen dann rund 14.600 Haushalten Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s zur Verfügung. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud wird bequemer. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s. Dazu wird das Unternehmen Glasfaser verlegen und vier Verteiler aufstellen oder mit moderner Technik ausstatten.

„Die Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger an ihren Internet-Anschluss steigen ständig. Bandbreite ist heute so wichtig wie Gas, Wasser und Strom“. Deshalb freuen wir uns, dass Bad Hersfeld jetzt vom Ausbau-Programm der Telekom profitiert.“ sagt Thomas Fehling, Bürgermeister von Bad Hersfeld. Fehling weiter: „Den entscheidenen Impuls in Kohlhausen hat eine tolle Initiative aus der Bürgerschaft mit Manfred Gieb an der Spitze gegegeben. Was Sorga angeht, bin ich insbesondere Fuat Dalar von der Telekom dankbar, dass er sich dafür eingesetzt hat, die dort drohende Versorgungslücke nun in absehbarer Zeit zu schließen.“ „Wir bringen Jahr für Jahr mehr Menschen ins schnelle Internet als jedes andere Unternehmen“, sagt Fuat Dalar, Regionalmanager der Deutschen Telekom. „Dafür investieren wir allein in Deutschland jährlich bis zu vier Milliarden Euro in den Netzausbau.“

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen.

Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt Vectoring zum Einsatz. Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Dadurch werden beim Hoch- und Herunterladen höhere Bandbreiten erreicht. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

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