Jahresausklang in der Bad Hersfelder Stadtkirche: Besinnlich und festlich-fröhlich

Bad Hersfeld. Besinnlich und festlich-fröhlich ging es am Silvesterabend in der Bad Hersfelder Stadtkirche zu.Um 18 Uhr versammelte sich die Stadtkir

Bad Hersfeld. Besinnlich und festlich-fröhlich ging es am Silvesterabend in der Bad Hersfelder Stadtkirche zu.

Um 18 Uhr versammelte sich die Stadtkirchengemeinde zum traditionellen Altjahrsabendgottesdienst, der schon wie in den Vorjahren von Dekan Ullrich Brill gehalten wurde. Der im vergangenen Jahr 60 Jahre alt gewordene Geistliche blickte zurück auf wichtige Ereignisse des Jahres: Das Reformationsfestival, den Dienstantritt des neuen Stadtkirchenkantors, die Einweihung des neuen Martin-Luther-Hauses und auf Ereignisse, die die Welt bewegten.

In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte er Worte aus 2. Mose 13, 20-22, an denen er festmachte, dass sich Menschen nach Worten und Zeichen sehnen, die sie durch die Zeit begleiten. Als ein solches bezeichnete er das Jesus-Wort "Siehe, ich bin bei Euch, alle Tage bis an der Welt Ende!", auf das man sich sein ganzes Leben lang verlassen könne.

Er schloss mit Gedanken eines chinesischen Christen:

Ich sagte zu dem Engel, der an der Pforte des neuen Jahres stand:Gib mir ein Licht, damit ich sicheren Fußes der Ungewissheitentgegengehen kann!Aber er antwortete:Gehe nur hin in die Dunkelheitund lege deine Hand in die Hand Gottes!Das ist besser als ein Licht und sicherer als ein bekannter Weg!

Festlich-fröhlich ging es dann um 19.30 Uhr beim auch schon traditionellen "Dinner for two" zu. Stadtkirchenkantor Sebastian Bethge und sein gerade einmal 23 Jahre alter Organistenkollege Tim Teschner aus Kiel servierten "Klingende Köstlichkeiten zum Jahreswechsel". Das Besondere dabei: Sie entlockten sowohl der großen Bad Hersfelder Eule-Orgel als auch der kleinen, im Chorraum "versteckten" Hammer-Orgel wunderbare Töne, mal alleine, mal im "Duett", mal im Wechselspiel.

Tänze aus verschiedenen Jahrhunderten

Angefangen bei Viernes "Carillon de Westminster" bis hin zum 14-minütigen "Bolero" von Ravel hatten sie ein abwechslungsreiches, mitunter sehr anspruchsvolles Programm zusammengestellt, das die Zuhörer in der gut besuchten Stadtkirche an vielen Stellen bezauberte. An einigen verlangte es ihnen allerdings auch etwas Geduld ab, denn es kommt nicht alle Tage vor, dass man in einer Improvisation von Johann Sebastian Bachs berühmter "Toccata" zu Johann Strauß‘ Walzer "An der schönen blauen Donau" geführt wird.

Gut kamen auf jeden Fall Brahms "Ungarischer Tanz No. 5" und Teschners Improvisation von Johann Strauß‘ "Radetzky-Marsch" an, die den einen oder anderen zum Mitklatschen veranlasste. Vervollständigt wurde das fünf Viertelstunden lang zelebrierte "Dinner for two" mit Werken von Sweelinck, Kerll, Strawinsky, Scheidemann und Planyavski.

Fotos: Apel

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