Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Bad Hersfeld

Im vergangenen Jahr gab es deutlich weniger Einsätze.

Bad Hersfeld. Über einhundert Einsätze weniger als im Jahr zuvor, so lautete die Statistik, die Stadtbrandinspektor (SBI) Frank Jakob am Anfang seines Berichtes zur Jahreshauptversammlung der Hersfelder Feuerwehren präsentierte.

In Summe waren es in 2016 aber immer noch 233, davon 116 so genannte technische Hilfeleistungen, wie zum Beispiel die Rettung von Menschen bei Verkehrsunfällen, 73 Brandeinsätze, aber auch 44 Fehlalarme.

Frank Jakob führte weiter aus, dass sich auch in diesem Jahr kein Bewerber für das Amt des gewählten Stadtbrandinspektors finden konnte und dass die vorgesehene Wahl deswegen nicht stattfand. Der Hauptgrund dafür sind die Anforderungen im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes, die im Ehrenamt nicht zu leisten sind. Hier zeichnet sich aber für das kommende Jahr eine gute Lösung ab: Die Kreisstadt plant, den vorbeugenden Brandschutz in den Zuständigkeit des Landkreises zu übertragen. Die Zustimmung der städtischen Gremien für dieses Vorhaben ist wohl sicher.

Bis zur Wahl eines Stadtbrandinspektors ist Frank Jakob und seine beiden Stellvertreter Christian Seelig und Andreas Kling per Dienstanweisung von Bürgermeister Fehling in der Position eingesetzt.In den kommenden Jahren werden Investitionen in den Fuhrpark, also in Einsatzfahrzeuge nötig sein, so SBI Jakob. Es ist jetzt schon absehbar, dass größere Summen für Wartung und Reparatur fällig werden. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge beträgt 18 Jahre.

Im Anschluß an Frank Jakob berichte Stadtjugendfeuerwehrwart Michael Herlitze über Aktivitäten der Kinder- und Jugendfeuerwehren. Über 500 Stunden kamen hier zusammen. Neben den normalen Gruppenstunden waren das Ankegeln, das Völkerballtournier, die Stadtrallye und Jahreshauptübung die Highlights für die Kids.Aus familiären Gründen wird Michael Herlitze sein Amt an seinen bisherigen Stellvertreter, Alexander Dahl übergeben.

Bürgermeister Fehling dankte in seiner Ansprache allen Einsatzkräften für ihr Engagement. Besonders lobte er die Leistungen der neuen Taucher, die die fast 2- jährige Ausbildung zum Feuerwehrtaucher der Stufe mit der Durchschnittsnote von 1,7 absolviert hatten. Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar ergänzte später, dass die Prüfungsanforderungen hierfür denen der Berufsfeuerwehren entspricht.Um das Miteinander zwischen Feuerwehr und Politik zu verbessern, wurde von Thomas Fehling erstmals eine Feuerwehrkommission, bestehend aus Mitgliedern der politischen Fraktionen, städtischen Verwaltungsmitarbeitern und Führungskräften der Feuerwehr, ins Leben gerufen. Die Kommission trifft sich monatlich.

Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar lobte in ihrer Ansprache die gute Arbeit der Hersfelder Wehren und der Jugendarbeit, mahnte aber zugleich, sich nicht auszuruhen. "Stillstand ist Rückschritt", sagte sie. Stetiges Lernen sei für die Feuerwehrarbeit unerlässlich.Ebenso ist Feuerwehr immer Teamarbeit, so Dittmar und appellierte an alle Wehren der Stadt zum Zusammenhalt. Weiterhin warb die Kreisbrandinspektorin zur Mitarbeit in der Ausbildung auf Landkreisebene. Da einige Lehrgänge neuerdings im Landkreis stattfinden können, sucht man noch entsprechende Ausbilder.Besonders die Einsatzbereitschaft der Atemschutzgeräteträger war ein weiterer Punkt der Rede von Tanja Dittmar. Sie forderte alle, besonders die ausgebildeten Geräteträger auf, sich dazu ausbilden zu lassen, bzw. die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen. Manchmal genüge es schon, sich den Bart zu rasieren. Lächelnd sagte Tanja Dittmar. "Richtige Männer brauchen keinen Bart!".

Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Thomas Specht freute sich über viele junge Gesichter in der Versammlung und sprach von einem stattfindenden Generationswechsel. Sein Spruch: "Ich wollte mal schauen, ob ihr noch alle da seid" trug zur Erheiterung des Abends bei.Specht berichtete kurz von der Arbeit des Verbandes und erwähnte dabei die finanzielle Unterstützung seitens der Feuerwehrverbandes für die Kreisausbildung.

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