Jakob-Grimm-Schule: Sternstunde für künftige und gegenwärtige Naturwissenschaftler

Rotenburg. Junge Entdecker, Forscher, Abenteurer und kreative Köpfe stürmten am Samstagmorgen voller Vorfreunde das Förderstufengebäude der JGS. S

Rotenburg. Junge Entdecker, Forscher, Abenteurer und kreative Köpfe stürmten am Samstagmorgen voller Vorfreunde das Förderstufengebäude der JGS. Sie folgten damit einer Einladung, die sich an naturwissenschaftlich interessierte Grundschüler des Jahrgangs Vier richtete.

Oberstufenleiter Marc Heinzerling erklärt den Hintergrund: Die Schule will naturwissenschaftlich interessierten Schülern bereits ab Jahrgang Fünf die Möglichkeit bieten, ihre Kenntnisse und Fertigkeiten kontinuierlich auszubauen und zu vertiefen.  Ein innovatives naturwissenschaftliches AG-Angebot in den Jahrgängen Fünf und Sechs soll auf den Besuch einer Klasse mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt in der Mittelstufe vorbereiten. Dabei setzt das Profil Naturwissenschaften auch auf eine enge Verzahnung mit regionalen Unternehmen.

Potenziale nutzen und ausbauen

Während die Eltern gemütlich in der Mensa bei Kaffee und Kuchen zusammensitzen und sich über das Profil informieren, gewinnen ihre Kinder in zwanzig-minütigen Projekten einen ersten Einblick in das vielfältige Angebot, das sie erwartet.

So geht Chemielehrer Dr. Roland Kaplonek gemeinsam mit den jungen Wissenschaftlern der Behauptung auf den Grund, Schwarz sei keine Farbe. Maya und Sophia staunen dabei nicht schlecht, wie Wasser und Kapillarkräfte auf einem Stück Filterpapier ein regenbuntes Bild aus einem schwarzen Filzstiftmuster entstehen lassen. Ihre neuen Erkenntnisse nutzen sie gleich anschließend dazu, einen Scheckfälscher zu überführen.

"Es ist immer wieder erstaunlich, welches naturwissenschaftliche Interesse und auch Vorwissen bei diesen doch noch recht jungen Schülern vorhanden ist", so der stellvertretende Direktor Dr. Kaplonek. Dieses Potenzial müsse genutzt und ausgebaut werden.

Nebenan stellt Biologielehrerin Anne Riehl, die im kommenden Schuljahr Fünftklässler zu Umwelt-Agenten ausbilden wird, den jungen Forschern schon mal ihre zukünftige Agentenausrüstung vor: Gummistiefel, Lupe, Mikroskop. Letztes sorgt für strahlende Kinderaugen, macht es doch Unsichtbares sichtbar.

Abwechslung versprochen

Drei weitere Schnupperkurse spiegeln an diesem Tag das abwechslungsreiche, naturwissenschaftliche AG-Angebot der JGS wieder: An einem durch Absperrband gekennzeichneten Tatort klären Lennox und Yannik den Diebstahl von Schulzeugnissen auf, indem sie Fingerabdrücke sichern und mit denen von Tatverdächtigen vergleichen.

Zeitgleich basteln Lisa und Leah unter den strengen Augen des bleichen Schulskeletts eine mechanische Hand aus Pappe und Trinkhalmen. Wie beim Menschen Muskeln und Sehnen, bewegen hier Schnüre die einzelnen Finger.

Im Computerraum lernen unterdessen Jannis und Joshua erste Programmierungen am PC vorzunehmen.

Vorfreude auf das neue Schuljahr

Am Ende sind sich über 50 Grundschüler aus Rotenburg, Alheim und Bebra einig: "Das hat Spaß gemacht!" Und auch die Lehrer bestätigen: "Der jährlich stattfindende Forschertag gehört zu den Sternstunden im Lehrerdasein." Zukünftige und gegenwärtige Naturwissenschaftler freuen sich nun gemeinsam auf das kommende Schuljahr.

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