Jusos besuchen das Europäische Parlament

Kassel/Straßburg. Die nordhessischen Jungsozialisten in der SPD haben letzte Woche auf Einladung der Europaabgeordneten Barbara Weiler das Europäisc

Kassel/Straßburg. Die nordhessischen Jungsozialisten in der SPD haben letzte Woche auf Einladung der Europaabgeordneten Barbara Weiler das Europäische Parlament in Straßburg besucht. Die Europaabgeordnete und Mitarbeiter des Europäischen Parlaments ermöglichten den Jusos dabei interessante Einblicke in die europäischen Institutionen und die Arbeitsweise des europäischen Parlaments.

Daneben stand der Besuch einer aktuellen Plenardebatte zum Thema "Strategie der Europäischen Union zur inneren Sicherheit" auf der Tagesordnung.

"Dieser Besuch hat uns noch einmal verdeutlicht, dass im Europaparlament ein für die europäischen Bürgerinnen und Bürger unverzichtbarer Job gemacht wird. Das Parlament stellt ein wichtiges Korrektiv zum Europäischen Rat dar, in dem zumeist die Interessen der nationalen Regierungen das Handeln dominieren, und es nimmt die politischen Realitäten und Probleme der Menschen weitaus stärker wahr, als dass bei der Europäischen Kommission der Fall ist. Die Jusos fordern daher, gerade im Angesicht der Banken- und Finanzkrise und des sinkenden Vertrauens in Europa, die Rechte des Parlaments weiter zu stärken. Denn dort agieren von den europäischen Bürgern direkt gewählte Parlamentarier, die weitaus näher an den Bürgern sind, als dies beim Rat und der Kommission der Fall ist", erklärte der nordhessische Juso-Bezirksvorsitzende Pascal Barthel.

Nach dem Europäischen Parlament besuchten die nordhessischen Jusos den Fernsehsender ARTE, der seine Sendezentrale ebenfalls in Straßburg hat. Dabei hatten die Jusos die seltene Gelegenheit mit dem Stellvertretenden Verwaltungsdirektor von ARTE, Axel Buseck, über das Zusammenspiel von Politik und Medien zu sprechen. "Wir haben dabei viel über die Besonderheit des deutsch-französischen Kultursenders und seine für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich freie Programmgestaltung gelernt. Auch gab es einen interessanten Einblick über die vielfältigen Kooperationen mit anderen europäischen Ländern", so Pascal Barthel.

Die Bildungsfahrt rundete auf der Rückfahrt ein Besuch der Reichspräsident Friedrich-Ebert Gedenkstätte in Heidelberg ab.

Das dortige Museum zeigt an Hand des lebenslangen Kampfs von Friedrich Ebert für soziale Gerechtigkeit und für die parlamentarische Demokratie, dass Solidarität, Gerechtigkeit, Freiheit und demokratische Mitbestimmungsregeln heute nicht nur in Deutschland, sondern auch in ganz Europa aktueller denn je sind.

"Das heißt eben auch sich nicht in krisenhaften Zeiten in die Büsche zu schlagen und Egoismus zu predigen, sondern gerade dann Menschen und Staaten beizustehen, wenn sie dringend der europäischen Solidarität bedürfen. Und das bedeutet außerdem, dass beim staatlichen Handeln und Sparen, die Lasten gerecht verteilt werden und endlich auch einmal die Vermögenden zur Kasse gebeten werden müssen", erklärte Pascal Barthel abschließend.

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