Kaliwerk Werra forstet Fläche in Heddersdorf auf

Kirchheim. Das Werk Werra der K+S KALI GmbH hat 21.000 Bäume pflanzen lassen. Die Fläche, auf der die Bäume angepflanzt wurden, befindet sich in de

Kirchheim.Das Werk Werra der K+S KALI GmbH hat 21.000 Bäume pflanzen lassen. Die Fläche, auf der die Bäume angepflanzt wurden, befindet sich in der Gemarkung Heddersdorf in der Gemeinde Kirchheim und gehört Kurt Bechstein.

Kurt Bechstein und das Werk Werra sind eine Kooperation eingegangen, von der beide Seiten profitieren: Der ehemalige Nebenerwerbs-Landwirt ist mittlerweile 75 Jahre alt und kann die Fläche von drei Hektar – das entspricht der Größe von etwas mehr als vier Fußballfeldern – selbst nicht mehr bewirtschaften. Deshalb hat er sie dem Werk Werra verpachtet. Das Werk Werra wiederum führt auf dieser Fläche eine so genannte Ersatzaufforstung durch.

Gemäß Hessischem Forstgesetz muss Wald, der durch Eingriffsvorhaben verloren geht, andernorts ersatzweise aufgeforstet werden. K+S plant ab 2017 am Standort Hattorf in Philippsthal die Erweiterung der bestehenden Halde. Im Stöckig zwischen Philippsthal-Röhrigshof und Hohenroda-Ransbach wird in diesem Zuge der Baumbestand reduziert. "Wir sorgen unter anderem mit dieser Maßnahme in Heddersdorf für einen angemessenen Ausgleich", berichtet Sebastian Arnold, Diplom-Landschaftsökologe und Projektingenieur in der Abteilung Umwelt und Genehmigungen im Werk Werra. Prinzipiell werde versucht, die Maßnahmen möglichst im regionalen Umfeld beziehungsweise in demselben Naturraum zu realisieren, so Arnold. Aber: "Die Umsetzung hängt immer auch von den zur Verfügung stehenden Flächen ab."

Denn nicht jede Fläche eignet sich für Ersatzaufforstungsmaßnahmen. Es herrschen klare Vorgaben, welche Flächen in Frage kommen. So muss es sich beispielsweise um möglichst landwirtschaftlich unrentable Grenzertragsstandorte handeln, die andererseits auch naturschutzfachlich nicht allzu hochwertig sein dürfen, damit durch die Aufforstung keine wertvollen Biotopstrukturen beansprucht werden. Verschiedene Behörden prüfen diese Eignung im Vornherein.Kurt Bechsteins Fläche war geeignet. Im Laufe der kommenden Jahre wird die Forstbehörde kontrollieren, dass sich die derzeit noch zarten Pflänzchen in Heddersdorf zu einem ordentlichen Wald entwickeln. In 15 Jahren geht der von K+S gepflanzte Baumbestand in das Eigentum von Kurt Bechstein über. Der Rentner berichtet erfreut: "Mein Enkel wird diesen wertvollen Holzbestand erben."

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