Kammerkonzert des Lomonosov Quartetts am Sonntag, 5. Februar, im Bad Hersfelder Bach-Haus

Bad Hersfeld. Am Sonntag, 5. Februar, um 17.30 Uhr lädt der Bad Hersfelder Arbeitskreis für Musik ins J. S. Bach-Haus zu einem Konzert mit dem Lomon

Bad Hersfeld. Am Sonntag, 5. Februar, um 17.30 Uhr lädt der Bad Hersfelder Arbeitskreis für Musik ins J. S. Bach-Haus zu einem Konzert mit dem Lomonosov-Quartett ein. Das Lomonosov-Quartett  ist ein Ensemble aus Mitgliedern der Baden-Badener Philharmonie: Maria Lomonosova-Ziegler (Violine), Polina Razmakhnina (Violine), Kilian Ziegler (Viola) und Matthias Heinrich (Violoncello). Auf dem Programm stehen Werke von Ludwig van Beethoven (Streichquartett B-Dur op. 18 Nr. 6), Béla Bartók (zweites Streichquartett Sz 67, II. Satz Allegro molto capriccioso) und Claude Debussy (Streichquartett g-Moll op. 10).

Zum Programm im Einzelnen: Im Jahr 1798 widmete sich Ludwig van Beethoven erstmalig dem Streichquartett. Zu dieser Zeit war er bereits ein in Wien sehr begehrter und selbstbewusster Musiker, der sich künstlerisch nichts mehr diktieren ließ.

Zwischen 1796 und dem Sommer 1800 entstand Beethovens Opus 18, eine Sammlung von sechs Quartetten, die ihrem Auftraggeber und Beethovens großem Förderer Fürst Franz Joseph Maximilian von Lobkovitz gewidmet sind. Sie stehen zwar in der Nachfolge Haydns und Mozarts, doch Beethoven beweist auch hier eine Eigenständigkeit und eine Souveränität, die jene künstlerische Unabhängigkeit illustrieren.

Das Besondere am Streichquartett op. 18 Nr. 6 ist der letzte Satz, dessen Aufbau von dem damals üblichen abweicht und mit seinem programmatischen Titel "La Malinconia" ein Novum in der Quartettliteratur darstellt.

Das Streichquartett Nr. 2 Sz 67 von Béla Bartók zeigt uns den Komponisten nicht, wie erwartet, als Erforscher der ungarischen Folklore. Das Werk verarbeitet Bartóks Höreindrücke auf einer ausgedehnten Nordafrika-Reise 1913. Vor allem der II. Satz Allegro molto capriccioso ist geprägt von kleinen und großen Terzen und übermäßigen Sekundvorhalten, die aus der arabischen Musik stammen.

Das Streichquartett g-Moll, op. 10 von Claude Debussy ist das einzige erhaltene Quartett des französischen Komponisten. Es entstand 1893 während seiner Arbeit am "Prélude à l’après-midi d’un faune" und an der Oper "Pelléas et Melisande". Bei der Uraufführung durch das Ysaye-Quartett in Paris war dem innovativen Werk nur wenig Erfolg beschieden. Es folgt nämlich in der Form zwar klassischen Normen, ist aber durch die Farbigkeit und Üppigkeit des Klangs und die exotisch anmutende Melodik zukunftsweisend.

Das Streichquartett g-Moll op. 10 von Claude Debussy erklingt zum 150. Geburtstag des Komponisten.

Der Eintritt für Erwachsene beträgt 10 Euro / Schüler und Jugendliche frei.Kartenvorverkauf: Arbeitskreis für Musik e.V., Nachtigallenstr. 7, 36251 Bad Hersfeld, Tel. 06621/50 67 13 oder 50 67 18 Fax 06621/6 43 55, E-Mail: info@opernfestspiele-badhersfeld.de, www.opernfestspiele-badhersfeld.de

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