Kampf gegen Aids: Rotenburger setzt sich für bessere Aufklärung von Schülern ein

Tizian Wollweber hat in Wien mit  „Jugend gegen Aids“ den Life Ball Next Generation und damit eine weitere, außergewöhnliche Benefiz-Veranstaltung ins Leben gerufen. Foto: nh

Der 19-jährige Tizian Wollweber etablierte den Verein "Jugend gegen Aids" über die deuschen Grenzen hinaus.

Waldhessen/Wien.  Dank ihm ist der Verein „Jugend gegen Aids e.V.“ jetzt nicht mehr nur in Deutschland sondern auch in Österreich aktiv – Tizian Wollweber aus Rotenburg ist sehr engagiert und setzt sich für den guten Zweck ein. Der 19-jährige Rotenburger wohnt seit einiger Zeit in Wien, wollte aber die Organisation „Jugend gegen Aids“ weiterhin unterstützen. Wollweber arbeitet im Bereich Marketing bei der Generali Versicherung in Wien. Außerdem ist er Vice President (Vizepräsident) der European Pupils Association (EUPAS) und war Bundesvorsitzender der Schüler Union Deutschland. Seine eigentliche Berufung ist in seinen Augen aber eine andere: Nämlich das Aufklären von Schülern über Sexualität beziehungsweise sexuelle Gesundheit. „Jugend gegen Aids“ setzt sich leidenschaftlich und ehrenamtlich für eine aufgeklärte Gesellschaft der nächsten Generationen ein. Als Schirmherren konnte der Verein Dr. Frank Walter Steinmeier gewinnen.

Workshops zur Aufklärung

Jeden Tag sind ehrenamtliche Aufklärer mit dem „Projekt Positive Schule“ in Schulklassen unterwegs. „Jugend gegen Aids“ bildet engagierte Schüler in einem mehrtägigen Seminar zu sogenannten „Peers“ aus. In ihrer Peer-Ausbildung lernen die Jugendlichen alles über sexuell übertragbare Krankheiten, ein offenes Miteinander, sexuelle Identitäten und sexuelle Gesundheit. Anschließend geben sie Aufklärungswork-shops an den Schulen, erklärt der 19-jährige im KA-Gespräch. Seit dem 1. Januar 2017 ist der Verein nun auch in Österreich aktiv. „Nach meiner Schulzeit hatte ich das Gefühl, dass das Thema sexuelle Aufklärung und mögliche Gefahren (oder Krankheiten) im Unterricht nur angeschnitten wird. Und das ist falsch“, sagt Wollweber. „Unser Ziel ist es, dass man mit Schülern offen darüber sprechen kann und sie gut informiert sind.“ Bei einer Umfrage stellte sich heraus, dass ein Teil der jungen Leute wirklich nicht richtig informiert ist. ‘Ich verhüte mit der Pille, das reicht doch’ sagen im Durchschnitt vier von zehn befragten Leuten.

Jede Schule kann mitmachen

Neben der Aufklärungsarbeit an Schulen organisiert „Jugend gegen Aids“ auch Öffentlichkeitskampagnen und ist auf zahlreichen Festivals, sowie anderen Veranstaltungen aktiv, wo sie neben wichtigen Infos und Tipps auch Kondome verteilen. Mit eigenen Schul-Kondomautomaten soll Schülern ein kostengünstiger und unkomplizierter Zugang zu Kondomen gewährt werden. Dabei kann sich jede Schule für den Schul-Kondomautomat und auch für den kostenlosen Aufklärungsworkshop bewerben.

Life Ball Next Generation 

Ein echtes Highlight, dass Wollweber zusammen mit der wohltätigen Organisation „Life+“ und „Jugend gegen Aids“ auf die Beine gestellt hat, ist eine zweite Auflage des Life Balls in Wien. Der Life Ball ist die größte Benefiz-Veranstaltung zu Gunsten HIV-Infizierter und Aids-erkrankter Menschen in Europa. Die zweite Auflage des Balls namens Life Ball next Generation richtet sich an alle Jugendlichen ab 16 Jahren, die unter Gleichaltrigen Aufklärungsarbeit leisten. Dabei findet er, ebenso wie der originale Life Ball im pompösen Wiener Rathaus statt und zählt ebenfalls tausende von Besuchern. „Für unseren Life Ball Next Generation werden wir immer von zahlreichen Unternehmen und Dienstleistern unterstützt und gesponsert. Das ist eine tolle Sache“, freut sich Wollweber abschließend.

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