In Kanada: Grünes Licht für K+S

Waldhessen. Der Aufsichtsrat der K+S Aktiengesellschaft hat dem Vorhaben des Vorstands zugestimmt, das Legacy Projekt in der kanadischen Provinz Saska

Waldhessen. Der Aufsichtsrat der K+S Aktiengesellschaft hat dem Vorhaben des Vorstands zugestimmt, das Legacy Projekt in der kanadischen Provinz Saskatchewan zu realisieren. Hierzu wurden Investitionen in Höhe von insgesamt 3,25 Mrd. kanadische Dollar (CAD, entspricht rund 2,4 Mrd. Euro) genehmigt."Das Legacy Projekt ist ein bedeutender Schritt zum Ausbau unserer Kalikapazitäten und eröffnet uns die Teilnahme am Wachstum des Weltkalimarktes. Zusammen mit unseren bestehenden Kalibergwerken in Deutschland wird dies die internationale Wettbewerbsfähigkeit von K+S erheblich stärken und im Ergebnis der gesamten K+S Gruppe in Europa und Übersee zugute kommen", sagt der K+S-Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner. "Der neue Standort wird sich darüber hinaus positiv auf unsere durchschnittlichen Produktionskosten auswirken und unsere Flexibilität erhöhen", so Steiner weiter.

Machbarkeitsstudie überarbeitet und optimiert

K+S hatte die kanadische Explorations- und Entwicklungsgesellschaft Potash One (heute K+S Potash Canada) Anfang 2011 erworben und deren Machbarkeitsstudie für das Legacy Projekt in den vergangenen Monaten von Grund auf überarbeitet und optimiert. Dabei wurde ein Konzept entwickelt, welches optimal zu den Produktions- und Marktprognosen von K+S passt und eine sehr positive Wirtschaftlichkeit ausweist.

Produktionsstart im Jahr 2015

Schon in diesem Jahr wurden erste Infrastrukturarbeiten in den Bereichen Wasserversorgung, Elektrizität und Straßenbau sowie erste Bohraktivitäten vorgenommen. Bis 2015 wird K+S im Süden Saskatchewans eine auf Solungsbergbau (Solution Mining) basierende Kaliproduktion aufbauen und erste Mengen produzieren können. Im Jahr 2017 soll die Zwei-Millionen- Tonnen-Marke erreicht werden. Danach erfolgt der sukzessive Ausbau der Produktionskapazität auf 2,86 Mio. Tonnen im Jahr 2023. In einer weiteren Ausbauphase wäre dann etwa zehn Jahre später eine Gesamtproduktion von jährlich 4 Mio. Tonnen Kaliumchlorid möglich.

Attraktive Kalilagerstätte mit hohem Wertstoffgehalt

Das Legacy-Projektgebiet ist etwa 50 km nördlich der Stadt Moose Jaw (Saskatchewan) gelegen. Allein das Legacy Projekt, das nur einen Bruchteil der gesamten Lizenzfläche von K+S Potash Canada ausmacht, verfügt über nachgewiesene Reserven von 160 Mio. Tonnen Kaliumchlorid. Bei der angestrebten Jahresproduktion ergibt sich einschließlich Anfahrkurve eine Lebensdauer von mehr als 55 Jahren. Die K2O-Gehalte liegen mit etwa 18% deutlich über denen der deutschen Standorte und werden daher einen effizienteren und wirtschaftlicheren Abbau ermöglichen. Der Rest dieser einen Lizenzfläche hält beinahe eine weitere Milliarde Tonnen Kaliumchlorid an Ressourcen bereit.

Hohe wirtschaftliche Attraktivität

Die zügige Anfahrkurve führt dazu, dass das EBITDA des Projekts schon im Jahr 2016 deutlich positiv sein dürfte und das EBIT die Gewinnschwelle praktisch erreichen sollte. In den folgenden Jahren ist dann analog zum Ausfahren der Produktionskapazität mit wesentlichen Ergebnisbeiträgen zu rechnen. "Unser Legacy Projekt gehört zu den wirtschaftlich attraktivsten Greenfield- Projekten weltweit", sagt Joachim Felker, der im Vorstand der K+S Aktiengesellschaft unter anderem für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte zuständig ist. "Die Vorteile des Projekts liegen unter anderem in der bereits vorhandenen, sehr guten Infrastruktur, der beim Solution Mining deutlich früheren Produktverfügbarkeit sowie nicht zuletzt unserer langjährigen Expertise als etablierter Kaliproduzent", so Felker weiter.

Erweiterung der globalen Präsenz von K+S

Das Legacy Projekt ergänzt das bestehende deutsche Produktionsnetzwerk von K+S um einen bedeutenden nordamerikanischen Standort. Dies ermöglicht eine unter Kaliproduzenten einzigartige Diversifikation der Produktion. Der neue Standort wird zukünftig die Ausgangsbasis vor allem für den Absatz in den aufstrebenden Wachstumsmärkten Asien und Südamerika sowie auch in Nordamerika sein. Den Vertrieb wird K+S über die bewährte Infrastruktur abwickeln.

Finanzierung des Projekts auf solider Basis

Die K+S Gruppe verfügt mit einem Verschuldungsgrad von unter 25% über eine sehr solide Bilanzstruktur. Die Finanzierung des Legacy Projekts sollte überwiegend aus Liquidität und künftigen Cashflows bereit zu stellen sein. Die Refinanzierung der im Jahre 2014 fällig werdenden Anleihe ist dabei unterstellt. K+S beabsichtigt auch, an der bisherigen, grundsätzlich ertragsorientierten Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote in Höhe von 40 bis 50% des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern festzuhalten und strebt außerdem eine Beibehaltung des "Investment Grade"-Ratings an.

Erweiterungspotenzial vorhanden

K+S wird neben dem Legacy Projekt auch die anderen von Potash One in Saskatchewan übernommenen Lizenzflächen in den nächsten Jahren genauer erkunden. Aufgrund begrenzter geologischer Daten können die dortigen Vorkommen bislang noch nicht in Ressourcen und Reserven eingeteilt werden. Allerdings liegen die Explorationsgenehmigungen im Gebiet der bekannten hochwertigen Kalivorkommen und sollten aus diesem Grund ein nicht zu unterschätzendes Zukunftspotential darstellen. Ein Projekt Legacy II oder III ist daher in der Zukunft nicht ausgeschlossen.

Vorteile für die Provinz Saskatchewan

Mit Legacy wird in Saskatchewan erstmals seit rund vierzig Jahren wieder ein Greenfield-Kaliprojekt realisiert werden. Derzeit sind bei K+S Potash Canada in Saskatoon rund 30 Mitarbeiter angestellt. Während der Konstruktionsphase dürften in Spitzenzeiten über 1.000 Menschen auf dem Areal tätig sein. Im Endausbau wird der neue K+S-Kalistandort dann voraussichtlich mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigen. Zusätzlich werden Externe Mitarbeiter den Sol- und Fabrikbetrieb dauerhaft unterstützen. Unter der Annahme einer jährlichen Produktion von 2,86 Mio. Tonnen KCl und auf der Basis derzeitiger Kalipreise dürften der Provinz Saskatchewankünftig erhebliche Einnahmen an Steuern und Förderabgaben zufließen.

Wachstum erleben

K+S gehört weltweit zur Spitzengruppe der Anbieter von Standard- und Spezialdüngemitteln. Im Salzgeschäft ist K+S mit Standorten in Europa sowie Nord- und Südamerika der führende Hersteller der Welt. K+S bietet ein umfassendes Leistungsangebot für Landwirtschaft, Industrie und private Verbraucher, das in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens Grundlagen für Wachstum schafft. Weltweit beschäftigt die K+S Gruppe mehr als 14.000 Mitarbeiter. K+S – der Rohstoffwert im deutschen Aktienindex DAX – ist an allen deutschen Börsen notiert.

Weitere Informationen über K+S unter www.k-plus-s.com und Informationen über das Legacy Projekt und K+S Potash Canada unter www.ks-potashcanada.com.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.