Karsten Vollmar will Bad Hersfelds neuer Bürgermeister werden

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Der Allmershäuser und Stadtverbandsvorsitzende der SPD Bad Hersfeld Karsten Vollmar hat viel vor und kandidiert zur Wahl um das Bürgermeisteramt.

Bad Hersfeld. Am Freitag, 17. Juni, wurden Parteimitglieder zu einer außerordentlichen Konferenz des SPD-Stadtverbandes Bad Hersfeld zur Wahl des Bürgermeisterkandidaten geladen.

Karsten Vollmar, Stadtverbandsvorsitzender der SPD Bad Hersfeld, gab bereits vorab sein Interesse an dem Bürgermeisteramt bekannt und wurde am Ende der Konferenz auch nahezu von allen Parteigenossen gewählt. Ein weiterer Kandidat wurde zwar nicht erwartet, aber um den Formalien gerecht zu werden, musste die Abstimmung ohnehin stattfinden. Gleichzeitig waren auch MdL Torsten Warnecke und Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt, vor Ort, um sich für Vollmar auszusprechen.

Im Mittelpunkt seines Wahlkampfs soll die Frage stehen "Was bewegt die Menschen in der Stadt wirklich?" Bei einer "Mit-Machen."-Aktion vergangenes Jahr fielen dabei nicht die Themen Smart City, Hessentag oder die Modernisierung der Stadtverwaltung.

Aufgrund der gegebenen Antworten stellten sich für Vollmar die folgenden Hauptpunkte heraus: An erster Stelle nennt er die Infrastruktur und den damit verbundenen Zustand der Straßen. Damit hängt auch der Ausbau des Internets zusammen. "Wenn der Hessentag 2019 in Hersfeld stattfindet, sollten wir das Thema Smart City weiter ausbauen, aber anders, als es bisher angegangen wurde." Einige Ideen Vollmars sind zum Beispiel die Straßenlaternen mit W-LAN-Hotspots auszustatten, den Verkehr durch Sensoren in Ampeln weiter zu verflüssigen und Infotafeln anbringen, damit Pendler wissen, wann der nächste Bus kommt. Gegenüber dem noch neuen Parkleitsystem äußert sich der Kandidat auch kritisch: "Die Hersfelder kennen ihre Ecken, wo sie parken können."

Als weiteren Punkt nennt er den Erhalt der Verbindungswege zwischen diversen Straßen sowie den Lärmschutz, der an einigen Ecken noch verbessert werden kann. Des Weiteren ist ihm bezahlbarer Wohnraum für Jung und Alt wichtig, wobei damit verbunden auch die Barrierefreiheit eine große Rolle spiele.

Ein oft geäußerter Wunsch der älteren Umfrageteilnehmer soll der nach einem zufriedenen Lebensabend gewesen sein, was widerrum mit einer vernünftigen Infrastruktur, günstigem Wohnraum und Ärzten in Reichweite zusammenhängt. Als Vereinsmensch will Vollmar auch die "oft allein gelassenen" Vereine nicht vergessen. Außerdem stehen die beitragsfreien KiTas weiterhin auf dem Plan sowie das Schaffen von Begegnungsorten für Jugendliche.

Um auch im Amt stets den Kontakt zu den Bürgern zu suchen, will Vollmar Bürgersprechstunden anbieten und sich auf alle Ortsteile und nicht nur die Innenstadt konzentrieren.Natürlich muss Vollmar auch eine Bilanz über die vergangenen Jahre ziehen und fragt sich, was aus den Versprechen des aktuellen Amtsinhabers Thomas Fehling wurde.Sicher ist sich Vollmar auch bezüglich der an diesem Freitag startenden Festspiele: "Die Festspiele dürfen nicht zum politischen Spielball werden und stellen für mich kein Wahlkampfthema dar."

"Wir können es besser machen", ist sich der Allmershäuser sicher.

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