Kaum Auskommen mit dem Einkommen

Von ALEXANDER GBERTBad Hersfeld. Wir lassen uns doch nicht verarschen, rief Stefan Krzell, Landesvorsitzender des Deutschen

Von ALEXANDER GBERT

Bad Hersfeld. Wir lassen uns doch nicht verarschen, rief Stefan Krzell, Landesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) am Donnerstagmorgen, am Behrdenzentrum im Hubertusweg, den rund 450 Streikenden aus dem ffentlichen Dienst zu. Lautes Trillern aus Pfeifen unterstrich die deutlichen Worte. Die Wut und Enttuschung ber das Arbeitgeberangebot, 2,5 Prozent mehr Lohn fr 2008 und weitere 0,4 Prozent fr 2009 zu zahlen, bei steigender Arbeitszeit auf bis zu 40 Wochenstunden, war jedem Einzelnen ins Gesicht geschrieben. Krzell: Wir fordern acht Prozent. Mindestens aber 200 Euro das ist mehr als berechtigt.

Beschftigte legen drauf

Es drfe nicht sein, dass bundesweit, die 16.000 Mitarbeiter im ffentlichen Dienst, die Lohnerhhung mit der Arbeitszeitverlngerung selbst finanzieren. Allein eine Stunde mehr, bedeute fr die Beschftigten einen Einkommensverlust von 2,6 Prozent. Das Einkommen reiche kaum zum Auskommen.Von der Lohnerhhung ausgenommen sind die Beschftigten im Gesundheitswesen. Die sollen nur dann mehr Geld erhalten, wenn es die wirtschaftliche Lage des Arbeitgebers zulsst. Am Klinikum Bad Hersfeld verzichten die Beschftigten seit mehreren Jahren auf mehr Geld, um den Krankenhausbetrieb zu sichern. Sanierungstarifvertrag heit das in der Fachsprache.

Lohntten sind Hohntten

Angelika Kappe, Geschftsfhrerin von ver.di Osthessen: Mittlerweile werden in Krankenhusern bis zu 25 Prozent mehr Leute betreut, als noch vor 20 Jahren. Mehr arbeiten, aber weniger Geld mit Wertschtzung seitens der Arbeitgeber hat das wenig zu tun. Jetzt ist das Ma voll. Lohntten wren schon lange nur noch Hohntten.

Gescheitert zum Fnften

Was die Streikenden an diesem kalten Morgen noch nicht wissen konnten: Auch die fnfte Verhandlungsrunde ist im Sand verlaufen. Die Arbeitgeber haben in Potsdam offiziell das Scheitern erklrt. Nur mit einer Schlichtung kann jetzt noch ein flchendeckender Streik verhindert werden. Bis Ende Mrz herrscht erstmal Friedenspflicht.

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