Keine Auskunftspflicht!

Keine Auskunftspflicht ber Teilnehmer an Stellenausschreibung - Ablehnungsgrnde bleiben Sache des UnternehmensNrnberg. Schweig

Keine Auskunftspflicht ber Teilnehmer an Stellenausschreibung - Ablehnungsgrnde bleiben Sache des Unternehmens

Nrnberg. Schweigt sich ein Unternehmen ber die konkreten Grnde der Ablehnung eines Job-Bewerbers aus, so ist das sein gutes Recht. Nach nationaler Gesetzgebung existiert in Deutschland gegenber dem Anbieter einer Stelle kein durchsetzbarer Anspruch auf Auskunft, ob die Firma inzwischen einen Mitbewerber eingestellt hat und was dafr im Einzelnen ausschlaggebend war. Das hat jetzt das Bundesarbeitsgericht entschieden (Az. 8 AZR 287/08).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline (www.anwaltshotline.de) berichtet, fhlte sich eine 1961 in Russland geborene Programmiererin bergangen und diskriminiert, nachdem sie sich erfolglos auf die von einem Unternehmen ausgeschriebene Stelle eines/einer Softwareentwicklers/in beworben hatte.

Sie behauptet, alle Voraussetzungen fr die ausgeschriebene Stelle erfllt zu haben und lediglich wegen ihres Geschlechts, ihres Alters und ihrer Herkunft nicht zu einem Vorstellungsgesprch eingeladen worden zu sein. Sie verlangte nun eine angemessene finanzielle Entschdigung wegen des ihrer Meinung nach damit verbundenen Verstoes gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.

Allerdings musste die Frau dem Gericht jeglichen Beweis ihrer Unterstellungen schuldig bleiben, weil das verklagte Unternehmen sich weigerte, irgendwelche konkreten Informationen darber herauszurcken, wer sich noch um die Stelle beworben hatte und ob und nach welchen Kriterien diese inzwischen besetzt wurde.

Seitens der Firma brigens ein nach bisheriger Rechtsauffassung hierzulande nicht zu beanstandendes Vorgehen, erklrt Rechtsanwltin Tanja Leopold (telefonische Rechtsberatung unter 0900/1875000-0 fr 1,99 Euro pro Minute). Ob diese Auslegung allerdings auch dem EU-Gemeinschaftsrecht standhlt, msste - so Deutschlands oberste Arbeitsrichter - erst noch der Gerichtshof der Europischen Union entscheiden.

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