Wo keine Waffe, da kein Schuss

Brgerhaus Sontra: Sportschtzen, Jger, Polizei diskutierten mit Wolfgang Gunkel und Michael Roth (beide SPD) Nicht erst seit den Amok

Brgerhaus Sontra: Sportschtzen, Jger, Polizei diskutierten mit Wolfgang Gunkel und Michael Roth (beide SPD)

Nicht erst seit den Amoklufen von Winnenden und Erfurt steht das Waffenrecht im Blickpunkt der ffentlichkeit. Diese fr viele unbegreiflichen Gewalttaten haben eine lebhafte Diskussion ber den Zugang von Jugendlichen zu Waffen ausgelst. Auch der Bundestag debattiert derzeit ber eine Reform des Waffengesetzes. Grund genug fr den heimischen Bundestagsabgeordneten Michael Roth, einen Runden Tisch zum Thema Brauchen wir eine Verschrfung des Waffengesetzes? zu initiieren.

Im Brgerhaus Sontra kamen daher auf Einladung RothsVertreter der Sportschtzen, Sportkreise und Jagdvereine, der Polizei und der Schulen zusammen, um gemeinsam Argumente auszutauschen und Lsungsanstze zu diskutieren. Ebenso bekundeten eine Reihe von Kommunalpolitikern ihr Interesse, so die Brgermeister Karl-Heinz Schfer (Sontra), Walter Glnzer(Neuenstein), Helmut Schmidt(Herleshausen) und Hein-Peter Mller (Haunetal).

Als kundiger Gesprchspartner war der zustndige Berichterstatter der SPD-Bundestags- fraktion, Wolfgang Gunkel, mit dabei. Der ehemalige Polizeiprsident Gunkelmacht sich fr ein generelles Verbot von Schusswaffen in Privathusern stark. Wir drfen potenziellen Gewaltttern erst gar nicht die Mglichkeit geben, in einer Stresssituation Waffen zur Verfgung zu haben. Wenn keine Waffe zur Hand ist, dann kann man mit ihr auch nicht schieen, so Gunkel. Damit war er sich mit dem Kasseler Polizeiprsidenten Wilfried Henning einig, der darauf hinwies, dass Amoklufern regelmig durch weitgehend ungehinderten Zugang zu Waffen ihre Tat erst ermglicht werde.

Es geht nicht um ein Verbot des Schieens, aber um eine deutliche Erschwerung des Zugriffs, unterstrich Michael Roth. Mit den Vertretern der Sportschtzen und Jagdvereine waren sich die Politiker einig, dass Schusswaffenbesitzer ihrer besonderen Verantwortung gerecht werden mssten. Unterschiedliche Auffassungen gab es jedoch bei der Frage nach dem Lagerungsort von Sportwaffen. Es gibt keinen vernnftigen Grund, warum der Sportschtze nach Ende des Trainings mit seinen Waffen in der Tasche nach Hause fahren sollte. Der Zugriff auf die Schusswaffe ist nur im Rahmen der Vereinsaktivitten notwendig, deshalb kann sie dort auch zentral gelagert werden, begrndete Gunkel seine Position.

Dass die Przisierung des Waffengesetzes jedoch nur ein Teil des Problems lsen knne, betonten insbesondere die Vertreter der Lehrerschaft. Rolf Gebhardt vom Staatlichen Schulamt mahnte eine angemessene Versorgung der Schulen mit Sozialarbeitern und Psychologen an, um sich frh- und rechtzeitig um Schler mit Problemen kmmern zu knnen. Karsten Vollmar von der Modellschule Obersberg hob die Verantwortung der Schulen hervor, Schlern den kritischen und aufgeklrten Umgang mit Medien wie Computerspielen oder dem Internet nahe zu bringen.

Michael Roth zeigte sich im Anschluss an die Diskussionsrunde zufrieden: Wir sind sehr konstruktiv miteinander ins Gesprch gekommen und ich hoffe, dass wir auch weiterhin im Dialog bleiben. Wolfgang Gunkel und ich werden berzeugende Argumente in das parlamentarische Verfahren einbringen, so Roth.

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