Kinderförderungsgesetz: ...ein Zukunftsverhinderungsgesetz

Waldhessen. Nach der Verabschiedung des Kinderförderungsgesetzes (Kifög) durch die Mehrheit des hessischen Landtags halten die in ver.di organisiert

Waldhessen. Nach der Verabschiedung des Kinderförderungsgesetzes (Kifög) durch die Mehrheit des hessischen Landtags halten die in ver.di organisierten Erzieherinnen und Erzieher in Osthessen ihre Kritik aufrecht.

Zwar hätten die Regierungsfraktionen in einem Punkt, nämlich dem Verzicht auf die Anrechnung von fachfremdem Personal auf die Stellenschlüssel, dem umfangreichen Protesten nachgegeben. Im Wesentlichen bleibe das Gesetz hinter den Notwendigkeiten einer leistungsfähigen öffentlichen Kindererziehung unerträglich weit zurück.

"Letztlich geht es der den Regierungsparteien einzig um die Einführung kostensenkender Strukturen", sagt Kerstin Hinkelthein, verdi Gewerkschaftssekretärin für die freien und konfessionellen Kitas. "Qualität, Fachlichkeit, Wertschätzung der Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, all das spielt keine Rolle", fasst Daniela Suttner, ver.di iGewerkschaftssekretärin für die kommunalen Kitas, die Kritik zusammen.

Eine solche Politik nach Kassenlage verfehle die Notwendigkeiten des frühkindlichen Bildungsauftrags und müsse dringend abgelöst werden durch eine neue Politik, die das Kind und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stelle.

Auch nach der Verabschiedung des Gesetzes kann deshalb aus Sicht der GewerkschafterInnen die Auseinandersetzung nicht beendet sein. Mit Veranstaltungen und vielfältigen Aktionen im Wahlkampf und nach der Landtagswahl wollen die ErzieherInnen die Rücknahme des Gesetzes und eine breite Diskussion für eine zukunftsfähige Kindererziehung erreichen. Auf dieser Grundlage soll dann ein neues Kinderförderungsgesetz durchgesetzt werden.

"Die Regierungsfraktionen unterschätzen die Dynamik und die Qualität des Protestes nach wie vor, dieses Gesetz ist nicht das Ende der Auseinandersetzung", so Suttner abschließend.

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