Klare Wünsche

Von GERALD SCHMIDTKUNZWas macht es unseren Volksvertretern in Wiesbaden und Berlin eigentlich so schwer zu begreifen, was Volkes Wille sein knnt

Von GERALD SCHMIDTKUNZ

Was macht es unseren Volksvertretern in Wiesbaden und Berlin eigentlich so schwer zu begreifen, was Volkes Wille sein knnte? Statt sich drngenden Fragen zuzuwenden, holen Hessens Spezialdemokraten doch tatschlich die gute alte Gerd-Show wieder aus der Mottenkiste. Voll Vergngen lieen sie vorige Woche den Ex-Bundeskanzler und Gaspipeline-Hasardeur Gerhard Schrder ans Mikro, um gegen die Wahlkampfthemen Roland Kochs zu wettern. Man fragt sich zu Recht, wieso es Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti ntig hat, das seit dem unsglichen Fernsehduell Merkel / Schrder mittlerweile abgehalfterte Polit-Schwergewicht fr sich sprechen zu lassen.

Genauso fragt man sich als verdutzter Wahlentscheider natrlich, was fr eigenartige Tne unserem Landesfrsten und seinem Gefolge mit Beharrlichkeit ber die Lippen kommen. Verfolgt man aufmerksam die Nachrichten, kann man sie hren, die Gesnge, die die Christdemokraten in ihren Hochburgen laut skandieren: Auslnder raus mit dem viel zu leisen Nachsatz: Sofern sie kriminell sind. Da muss man sich doch nicht wundern, dass nun auch der Zentralrat der Juden das Wahlkampfniveau mit scharfen Worten verurteilt.

Es ist schlicht unfein, wie sich auf Landesebene diejenigen harsch beschimpfen, die sich zeitgleich in der Bundeshauptstadt als groe Koalitionre verkaufen. Die Parolen der ewig Gestrigen an den Mann bringen zu wollen, zeugt von allem Mglichen ganz sicher aber nicht von kluger politischer Weitsicht. Dabei sind die wirklich wichtigen Themen doch lngst von kompetenter Seite sauber ausformuliert worden. Zuletzt wurden sie auf dem Neujahrsempfang der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg einmal mehr aufs Tapet gebracht.

Diejenigen, die Gesetzgebung und EU-Konformismus immer als erste sofort und unmittelbar zu spren bekommen die Handwerker, die kleinen und mittelstndischen Betriebe , haben ihre Forderungen an die Politik doch lngst unmissverstndlich klar gemacht: Runter mit der Steuerlast, den unverschmten Energiepreisen und den erdrckenden Lohnnebenkosten! Das sind die wahren Themen, die die Brger bewegen. Mit dem puren Ringen ums politische Profil, mit einem Wahlkampf ohne Rcksicht auf Verluste, ist beim Whler kein Blumentopf mehr zu gewinnen.

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