„Klarteckst“-Premiere wieder ein voller Erfolg

Breitenbach/H. "Volles Haus" hieß es am Samstag im Breitenbacher Theatertreff – wie in jedem Jahr, wenn die Theatergruppe "Klartecks

Breitenbach/H. "Volles Haus" hieß es am Samstag im Breitenbacher Theatertreff – wie in jedem Jahr, wenn die Theatergruppe "Klarteckst" am letzten Oktoberwochenende zur Premiere lädt. Dabei blickten die Theatermacher auf ein ereignisreiches Jahr zurück, wie Regisseur Marcel S. Henselin zu Beginn des Stückes berichtete. So standen umfangreiche Renovierungen im "Theatertreff" an, den die Truppe im letzten Jahr übernommen hatte: Das Dach musste gemacht werden, die Küche wurde modernisiert und der Theatersaal erhielt eine Lüftungsanlage.

Darüber hinaus gab es auch berufliche Veränderungen bei einigen Mitgliedern, was den Probenplan immer wieder durcheinander brachte.

Doch trotz alledem haben die Klarteckster es wieder geschafft, ein äußerst unterhaltsames Stück auf die Bühne zu bringen. "Wir behalten unsere Alten" – aus der bewährten Feder von Stefan Bermüller und Rolf Sperling – spielt in einem Seniorenwohnprojekt, deren fidele Bewohner erst von der Ankunft der hochnäsigen Frei­frau von Schopf in der Pfalz (Ute Pis­tor) und dann durch das drohende Aus für das Wohnprojekt aus der Bahn geworfen werden. Also werden eifrig Pläne geschmiedet, Demos durchgeführt und schwere Demenzerkrankungen vorgetäuscht, um in der Senioren-WG bleiben zu können.

Da waren viele Lacher und begeisterter Schlussapplaus seitens des Publikums vorprogrammiert.

Bei aller Komik fehlt aber auch nicht der Verweis auf die tatsächlichen Probleme des demografischen Wandels – beispielsweise, wenn die beiden rührigen Pflegekräfte über den normalen Pflegealltag reden. Und auch das Problem der leeren kommunalen Kassen, deretwegen innovative Projekte dem Rotstift zum Opfer fallen, ist in Waldhessen nicht unbekannt.

Das Stück der beiden Kölner Autoren wurde auch eigens auf die hiesigen Verhältnisse umgedichtet – auch weil die Theatermacher den kölschen Dialekt nicht beherrschen. Stattdessen wurde Herr Zuske (Stefan Pistor) kurzerhand zum sächselnden Ossi und die resolute Frau Dreusig (Astrid Orth) brachte eine echte "Berliner Schnauze" zu Gehör. Die Autoren, die bei der Premiere anwesend waren, hatten sichtlich ihren Spaß daran, ihr Stück einmal in diesem neuen Gewand zu sehen.

Wegen der großen Nachfrage an Karten sind bereits vier Zusatztermine im Januar angesetzt: am 19. und 20. sowie am 26. und 27. Januar. Karten sind unter 06675/919120 bestellbar, die Kartenverfügbarkeit kann auf www.klarteckst.de eingesehen werden.

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