„Können die Linken widerstehen?“

Zum Leserbrief von Martin Wei im Kreisanzeiger vom Sonntag, 19. Oktober, erreichte uns ein Leserbrief: Oberflchlich betrachtet, knn

Zum Leserbrief von Martin Wei im Kreisanzeiger vom Sonntag, 19. Oktober, erreichte uns ein Leserbrief:

Oberflchlich betrachtet, knnte man in dem Brief von Herrn Wei, der in der Forderung nach einem Systemwechsel in Deutschland gipfelt, eine Einzelmeinung sehen, die in Teilen sogar sehr verstndlich ist. Man darf jedoch sicher sein, dass mit jeder schlechten Nachricht aus der Finanzbranche und vor allem mit dem Nherrcken der Bundestagswahl 2009 Politiker des linken Bereiches das Thema anheizen und als Basis fr ihre Forderungen nach einer Abkehr von einer marktwirtschaftlichen Ordnung missbrauchen werden.

Um nicht missverstanden zu werden: Konsequenzen aus der Entwicklung der letzten Monate sind notwendig und zwingend. Diese drfen sich auch nicht auf Deutschland beschrnken. Die Probleme wurden schlielich importiert. Somit ist die Forderung nach globalen Spielregeln nicht nur berechtigt, sondern stellt eine conditio sine qua non fr eine Verhinderung knftiger Auswchse dar. Die Diskussion um ein eventuelles zweites Bretton Woods wre nach meiner Ansicht intensiv zu verfolgen.

Es wre aber nicht sachgerecht, seine Handlungen nur von den Horrormeldungen der Brsen und Grobanken leiten zu lassen. Unbestreitbar ist, dass z.B. die kleineren regionalen Kreditinstitute aus dem Sparkassen- und Genossenschaftssektor sich nicht am Casino beteiligt haben und somit ein Stabilittsfaktor und ein Rckgrat der deutschen Wirtschaft in schwierigen Zeiten sind. Unbestreitbar ist auch, dass es zum System der marktwirtschaftlichen Ordnung keine Alternative gibt. Gerade als Deutsche sollte uns dies bewusst sein, schlielich mussten wir erleben, wohin eine staatsgelenkte Wirtschaft fhrt. Fr deren Folgen werden die Brger noch viele Jahre und Jahrzehnte finanziell aufkommen mssen, brigens mit einem Vielfachen der jetzt im Raum stehenden 500 Milliarden Euro.

Man darf also gespannt sein, ob Politiker von Die Linke und SPD der Versuchung widerstehen knnen, die aktuellen Probleme populistisch auszuschlachten. Wer allerdings die van Ooyens, Gysis, Schreiners oder Ypsilantis in diesen Tagen hrt, wird daran berechtigte Zweifel haben.

Thomas Gerlach, Bebra-Weiterode

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