Kommentar: Mit Affenzahn über die neue Kreuzung in Bad Hersfeld

Ein Kommentar von KA-Volontärin Julia Fernau.

Bad Hersfeld. Seit Januar gibt es eine neue Ampelkreuzung in Bad Hersfeld Höhe Friedloser Straße und Bahnhofstraße. Laut Hessen Mobil wurde die Ampelregelung auf Grund eines erhöhten Unfallaufkommens eingeführt.

Ich durchquere mehrmals täglich die neue Kreuzung. Dabei fällt mir nicht selten auf, dass diverse Autofahrer bei Orange noch einmal richtig auf die Tube drücken, um noch über die vermeintlich grüne Ampel zu gelangen. Wo steckt da der Sinn?

Ich gebe zu, dass ich nicht begeis-tert bin von der neuen Kreuzung. Die Wartezeiten – gerade im Berufsverkehr – sind nervig und bis heute habe ich mich noch nicht an die Ampeln gewöhnt. Ich möchte nicht behaupten, dass sie überflüssig sind, aber anmerken, dass sich nicht jeder Verkehrsteilnehmer ordnungsgemäß an die Verkehrsregelungen hält.

Erst kürzlich durfte ich am eigenen Leib erfahren, wie sehr die neue Ampelkreuzung missachtet wird. So war die Ampel für mich in der Friedloser Straße aus Bebra kommend auf grün geschaltet. Doch ein Verkehrsteilnehmer von der Wilhelm-Wever-Straße kommend dachte sich, ebenfalls loszufahren – über rot, wohlbemerkt. Wer andere gefährden und dabei seinen Lappen loswerden möchte, kann das natürlich tun. Diejenigen betitelt man dann wohl als rücksichtslose Verkehrsteilnehmer ohne einen Funken schlechten Gewissens. Es wäre schön, wenn die neue Ampelkreuzung, die ja durchaus ihren Zweck erfüllt, auch als solche von den Verkehrsteilnehmern angenommen wird. Und auch diejenigen Verkehrsteilnehmer, die in Eile sind, haben noch lange keinen Freipass, wie ein Henker zu fahren. Früher losfahren lautet die Devise, denn: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

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