So sehe ich's: Neue Spielzeit mit alter Besetzung

Redakteur Philipp Ling zur neuerlichen Debatte um die Gründung der Festspiel-gGmbH

Mit der Debatte um die gGmbH bringt das alljährliche Begleitprogramm zu den Festspielen einen echten Dauerbrenner auf die Bad Hersfelder Polit-Bühne. Nachdem der Kulturausschuss positiv darüber beschied, trat der HFA in der vergangenen Woche wieder auf die Bremsen. Da fällt Einigen in letzter Minute auf, dass man ja noch gar nicht mit Bund und Land gesprochen habe – also lieber erst einmal weiter wie bisher, das habe schließlich in der Vergangenheit auch gut geklappt. Das Debakel zur letzten Spielzeit scheint bereits in weiter Ferne zu liegen, vergessen auch die hochheiligen Gelöbnisse, die Festspiele künftig aus den politischen Spielchen herauszuhalten. Denn war es nicht ebenjene Kontrolle durch die Parlamentarier, die seinerzeit dafür sorgte, dass der Festspiel-Auftakt erst einmal negative Schlagzeilen machte? Wie das bisher angeblich so wunderbar geklappt hat, kann ich da beim besten Willen nicht erkennen – es wäre vielmehr ein starkes Argument dafür, ebendiesen Parlamentariern den weiteren Zugriff auf die Festspiele zu entziehen. Seither ist über ein Jahr vergangen, in der man sich wahrlich einmal Gedanken hätte machen können, wie es denn nun weitergehen soll. Herausgekommen ist aber offenbar wieder einmal nichts. Stattdessen ist wieder einmal, wenn eine Entscheidung bevorsteht, kein Argument zu schade, Blockadepolitik zu betreiben. Da muss nun gar der Bürgerwille herhalten, den die Parlamentarier ja formal vertreten. Dass die Bürger allerdings das ewige Gezerre um die Festspiele gutheißen, halte ich persönlich für eine gewagte These. Wenn die letzten Spielzeiten eines gezeigt haben, dann, dass die Bürger tolle Festspiele genießen wollen – und nicht, dass sich Bad Hersfeld mit seinen Provinzpossen wieder einmal im ganzen Land zum Gespött macht.

Rubriklistenbild: © fotosachse.com

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