Kommunales Jobcenter auf zweitem Platz bei Integration von Schwerbehinderten

Nach einer Reha-Maßnahme vom Kommunalen Jobcenter erfolgreich in eine neue Stelle vermittelt: Sozialdezernentin Elke Künholz (links), René Bieber (hinten rechts), Geschäftsführer des Kommunalen Jobcenters, und Reha-Fachberater Udo Hollstein (rechts) besuchten den Technischen Produktdesigner Benjamin Maurer (links) an seinem Arbeitsplatz bei der Firma FFT in Fulda. Mit dabei waren Geschäftsführer Manfred Hahl sowie Personalleiterin Angela Hüther.

Das Kommunale Jobcenter ist auf Erfolgskurs: Zweiter Platz in Hessen bei Integration von Schwerbehinderten.

Waldhessen.  Bei der Vermittlung von Schwerbehinderten in Arbeitsverhältnisse belegt das Kommunale Jobcenter des Landkreises Hersfeld-Rotenburg den zweiten Rang in Hessen. Das geht aus einem Vergleich aller hessischen Jobcenter der Goethe-Universität Frankfurt am Main hervor. In den vergangenen zwei Jahren lag die Vermittlung von Schwerbehinderten rund elf Prozent über dem Hessenschnitt. „Arbeitssuchende Menschen mit Beeinträchtigungen beruflich zu integrieren, ist uns besonders wichtig“, sagt Sozialdezernentin Elke Künholz, im Landkreis Hersfeld-Rotenburg zuständig für Arbeit und Soziales. „Unsere Mitarbeiter des Kommunalen Jobcenters unterstützen diese Menschen mit dem nötigen Herzblut. Das ist wohl unser Erfolgsgeheimnis“, lobt sie die Arbeit des Kommunalen Jobcenters, dessen Bestreben es ist, Weichen für Arbeitssuchende zu stellen. Weichen, die im Idealfall den Ausstieg aus der Abhängigkeit bedeuten. Um das zu erreichen, hat sich das Jobcenter in verschiedene Bereiche aufgeteilt und spezialisiert – beispielsweise die Vermittlung von Schwerbehinderten und Reha-Beratung. So sei das Jobcenter viel flexibler, wodurch die Mitarbeiter gezielter und vor allem effektiver vermitteln können, erklärt Künholz.

„Die Stelle hat mich wieder zurück ins Leben gebracht“

So berichtet Udo Hollstein, Fallmanager und Reha-Fachberater im Jobcenter, jetzt von einer beispielhaften beruflichen Rehabilitation und Integration eines Schwerbehinderten. Der 29-jährige Benjamin Maurer aus Bad Hersfeld hat eine seltene Gehbehinderung und ist aufgrund Nervenstörungen in den Beinen auf den Rollstuhl angewiesen. Daher nahm der gelernte Industriemechaniker vor fünf Jahren an einer dreijährigen Umschulung zum Technischen Produktdesigner teil. Im Anschluss daran vermittelte das Jobcenter eine medizinische Reha-Maßnahme. Damit auch über Landkreisgrenzen hinaus nach passenden Stellen Ausschau gehalten werden konnte, nahmen die Fallmanager Kontakt mit dem Kommunalen Jobcenter in Fulda auf: Benjamin Maurer bewarb sich auf eine passende Stelle bei der Firma FFT Produktionssysteme in Fulda, worauf ein Praktikum folgte. Schließlich überzeugte er die Chefs im Vorstellungsgespräch und schnappte sich den Job als Technischer Produktdesigner bei FFT. „Ich fühle mich pudelwohl hier“, sagt er. Die Stelle habe ihn wieder zurück ins Leben gebracht.

Auch der Geschäftsführer des Kommunalen Jobcenters René Bieber ist sichtlich erfreut über die erfolgreiche Integration. „Nur durch die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit war diese erfolgreiche berufliche Rehabilitation und Integration möglich“, dankt er allen Beteiligten. Für Manfred Hahl, Geschäftsführer der Firma FFT, hat die Behinderung keine Rolle gespielt. Er sagt: „Wir hier bei FFT geben allen Menschen eine Chance – auch denen, mit Handicap.“

Die FFT Produktionssysteme GmbH & Co. KG agiert vom Unternehmenssitz Fulda aus als weltweiter Systemanbieter von automatisierten und flexiblen Fertigungseinrichtungen. Als Turn-Key-Partner übernimmt FFT die Verantwortung für die Realisierung kompletter Produktionsanlagen und bietet kundenorientierte Systemtechnologien und Systemlösungen sowie Produkte und Dienstleistungen an. Seit über 40 Jahren ist die FFT mit mittlerweile mehr als 2.600 Mitarbeitern weltweit im Einsatz.

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