Kreis-FDP fordert: „Zurück zur Sacharbeit“

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Inge Bartholomäus (FDP) antwortet auf Jürgen Schäfers (CDU) Aussagen zur Wiederwahl von Elke Künholz.

Zur Pressemitteilung von Jürgen Schäfer (CDU) "nicht der Wählerwille" zur WIderwahl von Elke Künholz schreibt die FDP-Vorsitzende Inge Bartholomäus:

Sehr geehrter Herr Schäfer,in Ihrem Presseartikel vom 23. September beklagen Sie sich über die geglückte Wiederwahl der ersten Kreisbeigeordneten Frau Künholz und unterstellen den Freien Demokraten "völlige Miss­achtung des Wählerwillens". Ihrer Meinung nach hätte der Wähler: " …in zwei Wahlgängen deutlich gemacht, dass (er) Frau Künholz keine verantwortungsvolle Tätigkeit im Landratsamt zutraut."Woher nehmen Sie das? Die beiden Wahlen, auf die Sie sich beziehen, waren Landratswahlgänge. Mitnichten wurde über die Position der ersten Kreisbeigeordeten geurteilt. Der Wähler hat sich bei dieser Wahl lediglich für den Kandidaten Dr. Koch als Landrat entschieden. Wir wagen die Hypothese, dass falls Ihre Partei sich dazu entschlossen hätte Sie, Herr Schäfer, als Landratskanditaten aufzustellen, wir heute eine Landrätin hätten. Aus diesem kleinen Beispiel können Sie erkennen, dass Ihre Ableitungen zum Wählerwillen aus der Landratswahl völlig falsch sind.Nebenbei, Frau Künholz hat bei dieser Wahl das zweitbeste Ergebnis erzielt und bekleidet heute das zweithöchste Amt im Landratsamt. Die SPD hat außerdem die stärkste Fraktion im gewählten Kreistag.Wo wurde denn hier der Wählerwille missachtet?

Weiterhin erscheint uns Ihr Argument, man solle für die Wahl des Kreisbeigeordneten die Legitimation der nächsten Kommunalwahl einholen als scheinheilig. Hinter Ihrem Verhalten und dem der Kreisgrünen vermuten wir eine ganz andere Absicht. Wir glauben, dass es in Wirklichkeit darum ging, einen schwarzgrünen Kandidaten im nächsten Jahr auf dieses Amt zu setzen.Schauen wir nach Baden-Württemberg, wo tausende Eltern und Schüler wegen grüner Umerziehungspläne und geänderten Schulbüchern auf die Straße gingen, oder auf unsere Jäger, die nach der grünen Jagdverordnung nicht mehr schiessen dürfen, oder unsere Landwirte, die in der Bearbeitung Ihres Ackers eingeschränkt werden könnten, oder die Hausbesitzer, die mit Ökovorschriften gegängelt werden, dann wissen wir Freien Demokraten unsere Wähler hinter uns, wenn es darum geht, solche Segnungen für unseren Landkreis zu vermeiden.Schon jetzt wird durch die Grüne Politik in Hessen die Investition in den ländlichen Raum zugunsten der Ballungszentren gekürzt. Für solche Politik halten wir Freien Demokraten nicht auch noch den Steigbügel.

Des Weiteren beobachten wir seit einiger Zeit einen Politikstil in diesem Landkreis, der uns nicht gefällt. Wenn man nun mit der Arbeit der Frau Künholz unzufrieden war, hätte man das doch im Kreistag bei der Wiederwahl vortragen können. Doch zu unserer Überraschung hat es von der CDU nicht eine einzige Wortmeldung gegeben. Dafür werden die Anschuldigungen außerhalb des Kreistages aus der zweiten Reihe der CDU erhoben. Wie soll die Gegenseite sich dagegen zur Wehr setzen? Diesen Politikstil, bei dem man so lange mit Schmutz auf eine Person wirft, bis etwas hängen bleibt und sich aber dann gleichzeitig um die offene Aussprache im Parlament drückt, akzeptieren wir nicht. Einzelne Kritikpunkte an Frau Künholz, wie zum Beispiel die Öffentlichmachung der CDU-Pläne für die Alheimerkaserne, oder die heimliche Videoüberwachung an den Schulen halten wir außerdem für ungerechtfertigt. Frau Künholz hat hier genau das Richtige getan.Wir setzen große Hoffnungen in den neuen Landrat Herrn Dr. Koch, dass er diesen leidlichen Politikstil beendet und seine Truppe zukünftig im Zaum hält.Herr Schäfer, wir fordern Sie und die CDU auf, die Personalien nun ruhen zu lassen und zur Sacharbeit zurück zu kehren.

Inge BartholomäusFDP-Fraktionsvorsitzende

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