Kreis Hersfeld-Rotenburg für Sparsamkeit ausgezeichnet

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Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg wurde für das Interkommunale Kreisarchiv mit dem "Spar-Euro" ausgezeichnet. Landrat Dr. Michael Koch holte den Preis in Frankfurt ab und übergab ihm Archivleiter Dr. Sebastian Kraffzig und seinem Team - Hanna Trapp (links), Franziska Maurer und Priska Walper (fehlt).

Der Kreis bekam vom Bund der Steuerzahler den Spar-Euro für das Interkommunale Archiv Nordhessen (IAK) verliehen, das seinen Sitz in Bad Hersfeld hat und gemeinsam mit den Nachbarkreisen Schwalm-Eder und Vogelsberg unterhalten wird.

Hersfeld-Rotenburg. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg wurde vor Kurzem in Frankfurt – gemeinsam mit dem Schwalm-Eder-Kreis und dem Vogelsbergkreis – vom Bund der Steuerzahler Hessen und dem Hessischen Städte- und Gemeindebund mit dem „Spar-Euro“ für das Interkommunale Kreisarchiv Nordhessen (IKAN) ausgezeichnet.

Über die Auszeichnung freute sich Landrat Dr. Michael Koch sehr: „Gefördert durch das Kompetenzzentrum des Landes Hessen für Interkommunale Zusammenarbeit mit 100.000 Euro sparen die Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Vogelsberg und Schwalm-Eder durch die Zusammenlegung ihrer Kreisarchive künftig über 200.000 Euro. Deshalb wurden wir ausgezeichnet. Ich bedanke mich bei meinen Kollegen Landrat Winfried Becker und Landrat Manfred Görig für die Unterstützung und Beteiligung an unserer Idee sowie bei Claus Spandau für die hervorragende Förderberatung des Landes.“

Zur inhaltlichen Arbeit des Archivs erläuterte dessen Leiter Dr. Sebastian Kraffzig: „Das Archiv soll den Bürgerinnen und Bürgern als kulturelles, soziales und wirtschaftliches Gedächtnis dienen. Eines der wichtigsten Aufgaben ist es, die gesammelten Unterlagen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, damit sich Interessierte informieren können.“

Um das historische Erbe zu bewahren, sammelt das Archiv die unterschiedlichsten Archivalien. Alle Unterlagen, die in der Verwaltung der Landkreise entstehen, werden von Sebastian Kraffzig und seinen drei Mitarbeiterinnen gesichtet und hinsichtlich ihres historischen Wertes auf ihre Archivwürdigkeit geprüft, bewertet und digitalisiert. Zu solchen Unterlagen gehören beispielsweise Akten, Protokolle und Urkunden ebenso wie Fotos, Postkarten und Pläne von Bauwerken. Das Hessische Archivgesetz verlangt, historisch bedeutsame Unterlagen vor Beschädigung oder Verlust zu schützen und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

„Allein im Landkreis Hersfeld-Rotenburg warten knapp fünf Kilometer Akten darauf, von Archivaren begutachtet zu werden. In den Nachbarlandkreisen ist das kaum anders“, erklärt Landrat Dr. Michael Koch: „Das stellt einzelne Landkreise vor große Herausforderungen.“ Durch IKAN ergeben sich etliche Synergieeffekte, wodurch die Anforderungen an das Gesetz besonders wirtschaftlich und effizient erfüllt werden können. So werden bei gleichzeitiger Spezialisierung letztendlich Personal-kosten gespart.

Auch bei den Lizenzen für Archivierungssoftware entstehen durch die interkommunale Zusammenarbeit weniger Kosten. „Etwa alle zwei Wochen fahren wir in die Nachbarkreise und holen neues Material, was wir dann hier in Bad Hersfeld archivarisch bearbeiten“, sagt Sebastian Kraffzig.

Der Stammsitz des IKAN ist in Bad Hersfeld, aufbewahrt wird das Archivmaterial jedoch weiterhin in den beteiligten Landkreisen. „Unsere Ansprechpartner in den Kreisen unterstützen uns, wo sie nur können“, lobt Kraffzig die positive Zusammenarbeit aller Beteiligten.

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