Abschied von Klaus Stöcker

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Beim Neujahrsempfang der Kreishandwerkerschaft übergab der ehemalige Kreishandwerksmeister das Amt an seinen Nachfolger Marco Diegel.

Bad Hersfeld. Ende einer Ära: Auf dem Neujahrsempfang der Kreishandwerkerschaft übergab der langjährige Kreishandwerksmeister Klaus Stöcker sein Amt offiziell an seinen Nachfolger Marco Diegel. Wegen gesundheitlicher Probleme hatte Stöcker im vergangenen Jahr den Entschluss gefasst, sein Amt nach nunmehr 15 Jahren abzugeben. Freilich ließ er es sich aber nicht nehmen, zum Abschied noch einmal einen seiner Jahresrückblicke zu präsentieren – obwohl es für ihn, wie er bekannte, etwas ungewohnt sei, nun ohne Amtskette am Rednerpult zu stehen. Zwar sei das vergangene Jahr für das Handwerk insgesamt positiv verlaufen, jedoch plagten das Handwerk weiterhin die Sorgen um den Nachwuchs. Ohne mehr Auszubildende im Handwerk als Studienanfänger „haben wir zwar bald keine Wartezeiten bei Rechtsanwälten und anderen Akademikern mehr, dafür warten wir umso länger auf einen Klempner oder die Autoreparatur“, sagte er. Positiv bewertete er die Verbesserung der Staatsfinanzen, obwohl man trotz der schwarzen Null weiterhin auf eine Senkung der Rentenbeiträge warten müsse: „Was Vater Staat einmal hat, behält er auch zu gerne.“ Mittlerweile habe man bei den Staatsfinanzen eher ein Ausgaben- als ein Einnahmenproblem „weil zu viele Wünsche geäußert werden, um das vorhandene Geld schnell mehr oder weniger sinnvoll auszugeben.“ Sowieso zeigte er sich beeindruckt „dass dieses Land offensichtlich auch ohne gewählte Regierung recht gut funktioniert.“

Sein Nachfolger Marco Diegel dankte Stöcker in seiner Rede für dessen langjährige Arbeit, sowie dessen Ehefrau, dass sie ihren Mann so oft für das Handwerk freigestellt habe. An die anwesenden Jungmeister richtete er den Ratschlag, sich stets weiterzubilden und hoffentlich auch ihre Kenntnisse als Ausbilder an den Nachwuchs weiterzugeben. Landrat Dr. Michael Koch bekräftigte: „Wir freuen uns, wenn es dem Handwerk in unserer Region gut geht“ – schließlich seien die Kommunen auch der größte Auftraggeber im Handwerk und jeder einzelne meister werde gebraucht. In Vertretung von Ministerpräsident Volker Bouffier überreichte er den Landesehrenbrief an Klaus Stöcker. Dieser wird für langjährige und besondere Verdienste im Ehrenamt verliehen, und nach Kochs Aufstellung kommt Stöcker auf über 200 Dienstjahre ehrenamtlicher Tätigkeiten. Schließlich war es an Heinrich Gringel, Präsident der Handwerkskammer Kassel, einer seiner Lieblingstätigkeiten nachzugehen, nämlich der feierlichen Übergabe der Meisterbriefe an die Jungmeister. „Sie alle haben Tolles erreicht“, beglückwünschte er sie.

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