DRK-Kreisverband im Aufwind

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Der Kreisvorsitzende Gunter Müller (li.) und der neue Rettungsdienstleiter Björn Wettlaufer sind froh, dass der Kreisverband erfolgreich saniert werden konnte.

Nach der drohenden Insolvenz 2012 ist die Neuausrichtung des Vereins erfolgreich abgeschlossen.

Bad Hersfeld. Beim DRK-Kreisverband Hersfeld-Rotenburg geht es wieder berg-auf: Nach der finanziellen Schieflage vor einigen Jahren konnte der Verband nun erfolgreich saniert werden. „Es hat etwas länger gedauert als geplant“, berichtet der Kreisvorsitzende Gunter Müller, „aber wir können jetzt sagen, dass wir wieder solide aufgestellt sind.“

Rückblick: 2012 drohte den Tochtergesellschaften des Vereins die Insolvenz. 200 Beschäftigte, unter anderem in der Senioreneinrichtung Friedewald, mussten um ihre Arbeitsplätze bangen, auch für die rund 2.700 Mitglieder stand ihr ehrenamtliches Engagement auf dem Spiel. In dieser Situation musste Gunter Müller als neuer Kreisvorsitzender den Verein komplett neu aufstellen. Unterstützung erhielt er seitens des Landesverbandes und des Landkreises unter dem damaligen Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt. Der benachbarte DRK-Kreisverband Kassel übernahm vorübergehend einige der Aufgaben in Hersfeld-Rotenburg. Dank dieser tatkräftigen Unterstützung konnte die Misere abgewendet werden Als erstes wurde 2013 der Rettungsdienst aus der Insolvenz geführt, um diese wichtige Aufgabe wieder übernehmen zu können. Dabei dankt Müller vor allem dem Landkreis, dass das DRK auch umgehend wieder den Auftrag für den Rettungsdienst erhielt. Ende letzten Jahres konnte dann auch wieder die Senioreneinrichtung in Friedewald übernommen werden. Dazu waren natürlich auch einige Umstrukturierungen nötig. Der geschäftsführende Vorstand wurde ebenso wie die Rettungsdienstleitung neu besetzt. „Bei einem Verein, der unternehmerisch tätig ist, müssen auch die entsprechende Kompetenz und professionelle Strukturen vorhanden sein“, sagt Müller. Dabei dienen die Geschäftstätigkeiten der Finanzierung des Ehrenamts. „Wir machen das nicht, um Geschäfte zu machen, sondern um für die Menschen da zu sein“, bekräftigt Müller. Die Neuausrichtung habe freilich auch viel Ärger mit sich gebracht: „Nicht alle haben eingesehen, dass wir diesen Weg gehen müssen.“ Entscheidend war nach Müllers Ansicht auch, dass man frühzeitig offen mit den Partnern kommuniziert und gemeinsam nach Lösungen gesucht habe: „Sie wissen jetzt, dass wir verlässliche Partner sind.“ Mittlerweile verzeichnet der Kreisverband wieder einen Mitgliederzuwachs und will auch in Zukunft dem Kreis und der Kreisstadt zur Verfügung stehen, beispielsweise beim Hessentag 2019.

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