Christine Groß übertrifft sich in KDK-Meisterschaft

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Von links: Daniel Kotzot, Christine Groß, Marius Milla, Luca Kotzot und Mike Schollbach.

Zur Landesmeisterschaft im Kraftdreikampf (KDK) steigerte die Hersfelderin Christine Groß ihre Leistung zum Vorjahr. Auch Dirk Walter, ein weiterer Hersfelder, nahm am Wettkampf teil.

Von links: Daniel Kotzot, Christine Groß, Marius Milla, Luca Kotzot und Mike Schollbach.

Bad Hersfeld. Zur ersten RAW   Landesmeisterschaft im Kraftdreikampf (KDK) RAW in Großzimmern traten insgesamt 76 Athleten an, davon 16 Frauen. Christine Groß aus Bad Hersfeld schaffte bei der Kniebeuge im Vergleich zum Vorjahr (82,5 Kilogramm) sogar 105 Kilogramm. Beim Bankdrücken gelang ihr der Start mit 70 Kilogramm und auch der zweite Versuch ging mit 75 Kilogramm in die Wertung. Leider scheiterte Groß an den 77,5 Kilogramm im dritten Versuch. Vermutlich lag es daran, so Groß, dass sie vor dem Wettkampf drei Kilo abgenommen hat und der Kraftverlust macht sich meistens zuerst beim Bankdrücken bemerkbar.

RAW kommt aus dem Englischen und bedeutet, dass ohne Ausrüstung angetreten wird

In der letzten Disziplin zeigte Groß nochmal, was in ihr steckt. Den Einstieg mit 140 Kilogramm im Kreuzheben, meisterte sie souverän. Die von ihr geforderten 150 Kilogramm im dritten Versuch waren gültig und ein neuer persönlicher Rekord. Dennoch konnte Groß auf der Meisterschaft keine hessischen Rekorde verbuchen, aber in jeder Disziplin persönliche Rekorde aufstellen und ihre ­Leis­tung steigern.

 

Christine Groß schaffte 155 Kilogramm beim Kreuzheben auf der Landesmeisterschaft im Kreuzheben.

Im letzten Jahr lag ihr Total bei 282,5 Kilogramm. Dieses Jahr gelangen ihr 330 Kilogramm. „Ich konnte diesen Sprung nur schaffen, weil ich mehrere Coachingtermine bei unserem Bundestrainer Francesco Virzi hatte und dadurch die Technik enorm verbessern konnte“, so Groß. Zudem legte Groß ihre praktische Prüfung als Kampfrichterin erfolgreich ab.

Dirk Walter hob im Kreuzheben 190 Kilogramm auf der RAW KDK.

Dirk Walter wurde durch die Berichte im Kreisanzeiger auf Groß aufmerksam. Er startete in der Gruppe der Aktiven bis 74 Kilogramm, allerdings außer Konkurrenz, da der Hersfelder dem Verein Mainz 08 angehört. 2009 musste Walter beruflich nach Wiesbaden umziehen, wohnt aber mittlerweile wieder in der Festspielstadt. In der Kniebeuge erzielte er im dritten Versuch 180 Kilogramm, beim Bankdrücken 112,5 Kilogramm und im Kreuzheben 190 Kilogramm, was ein Total von 482,5 Kilogramm ergibt. Wäre Walter in einem hessischen Verein gestartet, wäre das der Sieg gewesen, da er im Total das identische Ergebnis wie der Erstplatzierte hat.

Hessische Meisterschaft im Kreuzheben

Zur offenen Hessischen Meis­terschaft im Kreuzheben traten insgesamt 37 Teilnehmer, nicht nur aus Hessen, sondern auch aus Rheinland-Pfalz und Thüringen, an. Davon sieben Frauen und 30 Männer.

Groß startete in der ersten von zwei Gruppen, in der Aktivenklasse bis 72 Kilogramm. Im dritten Versuch behielt Groß Nervenstärke und zog 155 Kilogramm (inoffizieller Hessenrekord der alte Rekord von 2015 lag bei 140 Kilogramm), was ihr den Landestitel brachte.

Zum Vergleich: Der Wilks-Koeffizient

Der Wilks-Koeffizient ist ein geschlechts- und körpergewichtsabhängiger Faktor. Dieser wird mit dem bewegten Gewicht multipliziert und ergibt Vergleichswerte mit anderen Athleten. Hier hatte Groß mit 151,99 Wilkspunkten den Totalsieg über die Frauen erlangt. Vor allem ist dies besonders, da der Wettkampf ein Equipementwettkampf ist, das heißt hier wird mit unterstützender Kleidung gehoben. Christine Groß startet nur RAW, ohne diese Unterstützung. „Für unser Team, TSV Heiligenrode, war dieser Wettkampf ein voller Erfolg. Wir holten fünf Hessentitel in verschiedenen Klassen und Marius Milla erlang, wie im letzten Jahr, wieder den Rudolf-Küster-Gedenkpokal, als stärkster Heber des Wettkampfes“, so Groß.

Als nächstes steht die Deutsche Meisterschaft im KDK vom 12. bis 15. Oktober in Chemnitz an. Dafür will Groß die 350 bis 360 Kilogramm im Total schaffen. Außerdem findet vom 4. bis 5. November die Deutsche Meisterschaft im Bankdrücken in Greifswald statt. Parallel will Groß noch ab September ihre C-Lizenz als KDK-Trainerin erwerben.

 „KDK ist der funktionellste Sport, den es gibt“, erklärt Groß, „Lasten heben, Kniebeugen und das Bankdrücken trainiert Schulter und Brustmuskulatur – was zum Beispiel beim Abfangen eines Sturzes wichtig ist – dies kann jeder Mensch im Alltag gebrauchen.“

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