K+S-Chef: „Den Bestand unserer Standorte sichern“

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Offener Brief von Dr. Rainer Gerling, dem Geschäftsführer der K+S KALI GmbH, anlässlich des Fachkolloquiums Kalibergbau.

Offener Brief von Dr. Rainer Gerling, dem Geschäftsführer der K+S KALI GmbH, anlässlich des Fachkolloquiums Kalibergbau

Offener Brief von Dr. Rainer Gerling, dem Geschäftsführer der K+S KALI GmbH,    anlässlich des Fachkolloquiums Kalibergbau:

Als Bergbau-Unternehmen wollen wir uns auch unter den derzeit schwierigen Bedingungen auf dem Weltmarkt behaupten und den Bestand unserer Standorte ­sichern. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist unsere Spezialitätenstrategie, mit der wir uns dank der besonderen Zusammensetzung der deutschen Lagerstätten von den Wettbewerbern  abheben. Um diesen Vorteil der deutschen Standorte möglichst lange nutzen zu können, arbeiten wir seit Jahren an dem Einklang von Kaliproduktion und Umweltschutz. Dabei können wir unbestreitbare Erfolge vorweisen, auf die wir weiter aufbauen wollen.Im Interesse der Zukunftsfähigkeit unserer Standorte im Werra-­Revier werden wir in den kommenden Jahren erneut mehrere Hundert Millionen Euro investieren. Das Ziel ist nicht nur, die laufende Produktion noch umweltverträglicher zu gestalten, es gilt auch, die Gewässer weiter zu entlasten und ein für die lokalen Gegebenheiten geeignetes Konzept zur Abdeckung der Halden zu entwickeln. Diese Wegmarken sind im Masterplan Salzreduzierung und im aktuellen Bewirtschaftungsplan der Flussgebietsgemeinschaft Weser beschrieben. Wir arbeiten intensiv an der Umsetzung der Maßnahmen sowie an der Prüfung weitergehender Möglichkeiten für ortsnahe Entsorgungsverfahren.

In dem heutigen Fachkolloquium – wir danken Ministerpräsident Ramelow ausdrücklich für diese Initiative – sehen wir ein Angebot, die Zukunft der Kali-Industrie in Deutschland weiterhin als gesellschaftlichen Konsens zu verstehen. Ich hoffe sehr, dass wir uns im weiteren Verlauf eines konstruktiven Diskurses noch besser über die Rahmenbedingungen für eine wirtschaftlich erfolgreiche Nutzung heimischer Rohstoffe im Kontext mit den Ansprüchen einer natürlichen Umwelt verständigen können.

Es ist aller Mühen wert, diesen Konsens zu finden und fest im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern. Denn: es geht hier nicht nur um die Menschen in Hessen und Thüringen, deren Existenzgrundlage von der Arbeit in den Bergwerken und Fabriken unseres Unternehmens abhängt. Es geht um mehr - es geht um das wirtschaftliche Rückgrat einer ganzen Region.

Wir sind deshalb all denen dankbar, die sich unserem gemeinsamen Ziel – einem zukunftsfähigen und nachhaltigen Kalibergbau – verpflichtet fühlen und uns auf dem Weg dahin begleiten wollen.

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