K+S: Tonnenschwere Scheider schwebten in luftiger Höhe

Hattorf. Trotz widriger Witterungsbedingungen gehen die umfangreichen Arbeiten an den Großprojekten des Maßnahmenpaketes Gewässerschutz, in das K+S

Hattorf. Trotz widriger Witterungsbedingungen gehen die umfangreichen Arbeiten an den Großprojekten des Maßnahmenpaketes Gewässerschutz, in das K+S 360 Millionen Euro investiert, an den drei Produktionsstandorten des Kaliwerkes Werra unvermindert und planmäßig weiter. Am Standort Hattorf wurden jüngst 13 von insgesamt 16 Scheidern in das im Bau befindliche neue Gebäude für die Elektrostatische Aufbereitung (ESTA) eingesetzt. Die restlichen drei Aggregate folgen demnächst.

Zwölf der Scheider haben eine Größe von jeweils knapp 11 mal 2 mal 4 Meter und wiegen zwölf Tonnen. Die kleineren Scheider messen 7,5 mal 2 mal 4 Meter und sind jeweils neun Tonnen schwer. Die Scheider wurden in der Verbundwerkstatt ZW des Werkes Werra in Heringen produziert. Ein 350-Tonnen-Kran hob sie in luftiger Höhe von 40 Metern über ein Nachbargebäude in die fünfte Etage des Neubaus.

"Die Scheider sind das Herzstück der ESTA", erklärt Projektleiter Dirk-Michael Ernst. "Hier wird das Salz elektrostatisch getrennt." Das ESTA-Verfahren ist eine Entwicklung der K+S Gruppe, mit der das Unternehmen weltweit technisch wegweisend ist. Es beruht auf einer Erscheinung, die auch im Alltag zu beobachten ist: Reibt man unter bestimmten physikalischen Bedingungen einen Stoff an einem anderen Material, so können sich beide gegeneinander elektrisch aufladen. Nichts anderes geschieht im Prinzip auch in der ESTA-Anlage: Feingemahlenes Rohsalz wird aufgeladen und in seine Mineralbestandteile getrennt – ohne den Einsatz von Wasser und damit auch abwasserfrei. Die Übergabe der neuen ESTA an die Produktion am Standort Hattorf ist für das vierte Quartal dieses Jahres geplant.

An allen Standorten des Kaliwerkes Werra finden derzeit im Rahmen des 360-Millionen-Euro-Maßnahmenpaketes Neubaumaßnahmen, weitere Verfahrensoptimierungen und Anlagenerweiterungen statt, mit denen es bis 2015 möglich ist, die anfallende Salzwassermenge aus der Kaliproduktion deutlich zu verringern und damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Unter anderem wird in Wintershall eine Eindampfanlage erweitert und in Unterbreizbach eine neue Anlage zur Kalten Vorzersetzung gebaut.

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