Kultur-Sammlung: Bad Hersfelder SPD macht sich Gedanken um Alternativen wegen Festspiel-Absage

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Die Bad Hersfelder SPD machte sich Gedanken, wie die abgesagten Festspiele in der Stiftsruine kulturell kompensiert werden könnten.

Die Bad Hersfelder SPD hat sich Gedanken gemacht, wie die ausfallenden Bad Hersfelder Festspiele in diesem Sommer kulturell kompensiert werden könnten.

Bad Hersfeld - Eine Arbeitsgruppe der Bad Hersfelder SPD hat es sich zur Aufgabe gemacht, Ideen und Anregungen zu sammeln, um den Menschen in der Region ein kulturelles Alternativprogramm durch den Ausfall der Bad Hersfelder Festspiele in diesem Jahr anzubieten.

„Wir wissen dabei sehr wohl: Vieles – wenn nicht sogar alles – hängt von der Lage rund um die Krisensituation und damit verbunden auch Kontaktsperren und Versammlungsverbote zusammen, ebenso auch an Fragen der Finanzierung. Das ist und bewusst und sicherlich sind beide Punkte wesentliche Prämissen“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Karsten Vollmar.

Alle Angebote und Ideen stünden unter dem Vorbehalt der Durchführbarkeit aufgrund von Einschränkungen hinsichtlich der Corona-Krise und natürlich auch ihrer Finanzierbarkeit. „Unsere Ideen dienen dazu, die Marke „Bad Hersfelder Festspiele“ – wenn auch nicht unter diesem Namen, denn er muss den Festspielen vorbehalten bleiben – trotz der Absage regional und überregional präsent zu halten und ihre kulturelle, wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Bedeutung hervorzuheben“, so Vollmar.

Dies nachfolgenden Punkte könnten „nur“ als Ersatzprogramm und Alternative aufgefasst werden – sie sind aber ohne Zweifel als wichtiger Teil des Selbstverständnisses von Bad Hersfeld als Kulturstadt anzusehen. Unter dem Titel „Unser Herz schlägt für die Stiftsruine – 13 Ideen für Kultur bewegt Bad Hersfeld“ sind folgende Anregungen entstanden:

• Lesungen mit bekannteren Schauspielern in öffentlichen und privaten Räumen

• Szenische Darstellungen und Eine- bis Drei-Personen-Stücke im unbestuhlten Raum der Stiftsruine

• Ausstellung „70 Jahre Festspiele“ in der Stiftsruine und/oder im Museum quasi als Ausblick auf das nun in 2021 stattfindende Jubiläum

• Videoübertragungen vergangener Stücke in den Medien zu festen Zeiten

• Nutzung digitaler Plattformen: YouTube, Facebook, Instagram. Hier können sowohl die Festspiele als auch Solokünstler oder kleinere Gruppen ihre Stücke einem breiteren Publikum zugänglich machen

• Abspielen der Festspielfanfare jeden Abend um 20.30 Uhr (Stiftung von Identität)

• Einbindung der Schulen: Darstellendes Spiel-Kurse können kleinere Stücke in ihren Räumlichkeiten oder der Ruine spielen

• Einbindung von Musik: Chöre oder Bands, aber eventuell auch Orchester treten in der Ruine auf

• Einbindung der Ganzjahreskultur und alter bzw. neuer Räume bzw. Bühnen: Stiftsbezirk, Buchcafé, Johann-Sebastian-Bach-Haus, Grebekeller, Stadtkirche, Martinskirche, Hospitalkapelle, Stadthalle, Eichhof, Dorfgemeinschaftshäuser der Stadtteile

• Prominenten-Special: Öffentliche Unterstützer-Kampagnen durch VIP und begleitet durch die örtliche Presse

• Literaturzirkel / Literatursalons wiederbeleben: Öffentliche Lesekreise, beispielsweise mit Festspielliteratur wie „Club der toten Dichter,“, aber auch geistiger Diskussionsort um und über die Festspiele als solche

• Verkauf von „Geisterkarten“: Erlös kommt der Festspielkasse zugute und mindert dadurch finanzielle Belastungen

• Filmfestival im „Kinocenter“ mit großen und kleinen Literaturverfilmungen „Wir möchten diese Sammlung als Diskussionspapier, als Ideenratgeber, als ein mögliches Ersatzprogramm in kultureller Hinsicht für die Bad Hersfelder Bürgerinnen und Bürger verstanden wissen“, so Vollmar. Die Ideensammlung, an der außer ihm SPD-Politiker Lothar Seitz auch Dr. Thomas Handke, Dr. Rolf Göbel, Carsten Lenz, Gerhard Finke und Werner Herbert beteiligt waren, ist auch dem Intendanten Joern Hinkel zugegangen.

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