Die Kunst des Fallens

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Hatten beim Training jede Menge Spaß (v.l.): Dirk Krapf (1. Kyu), Jasmin Neumann (1. Kyu), ­Martin Beil (1. Dan), Markus Schneider (4. Dan), KA-Redakteur Rick Fröhnert (9. Kyu) und Stefan Schmelz (4. Kyu). Fotos: Fernau

Wortler gegen Sportler Teil 2: Kreisanzeiger-Redakteur Rick Fröhnert zu Gast beim Judotraining des TSV Bebra

Bebra. Das Wort ­’Judo’ bedeutet wörtlich übersetzt "sanfter, flexibler Weg". Davon haben meine Muskeln scheinbar noch nie gehört, denn als ich einen Tag nach meinem ersten Judo-Training  beim TSV Bebra aufwachte, meldete sich jeder einzelne meiner Muskeln – alles ­andere als sanft – um mir zu ­sagen: "Guten Morgen, uns gibt es auch noch."

Eingeladen hatte mich Judo-Trainer Markus Schneider, der seit über 12 Jahren sein Wissen in der Judoabteilung des TSV Bebra an jüngere ­Generationen weitergibt. Er hatte Teil 1 von "Redakteur in Gefahr" gelesen (ein Tennisspiel gegen den Mittelhessenmeister Marek Flinner, zu ­finden auf www.lokalo24.de) und war von der Idee be­geistert. "Endlich wird auch über Freizeitsportler aus der Region berichtet und man ­erfährt etwas über deren ­Leistungen", freute sich der 54-jährige. Auf der Judomatte versprach er mir "neue Er-­fahrungen und die altherbrachten Werte des Judo näher kennenzulernen."In der Halle angekommen erklärte mir ‘Herr Schneider’, dass er für mich nun ‘Markus’ sei, denn: "Auf der Matte sind wir alle gleich." Wichtig ist:  Im Judo wird großer Wert auf Disziplin und Fairness ­gelegt.

Dann geht es los, Socken aus und ab auf die Matte. Ich ­erfahre, dass ich heute hauptsächlich "fallen" übe. Unfallfrei Fallen ist nämlich ein ­wichtiger Teil. Und es ist deutlich schwieriger als gedacht, auf die ­Matte zu stürzen. Nach vorne. Nach hinten. Nach links. Nach rechts.

Durch Markus Schneider erfuhr ich außerdem viel über die asiatische Kampfsportart, deren Ursprünge in ­Japan ­liegen.  Schneider selbst ist im ­Zivilberuf Förster und betreibt die Sportart seit Kindesbeinen – mit einer unglaub­lichen Leidenschaft. Jeder Griff, ­jede Bewegung – der Träger des 4. ­Meistergrades kennt sich aus. Nachdem ich genug "gefallen" bin, geht es weiter mit Selbstverteidigung – denn auch das wird beim Judo­training des TSV Bebra geschult.

Am Ende ­meines ­ersten Trainings zählt’s: Ich ­gegen Markus Schneider. Und Sekunden später ­liege ich auf der Matte, "klopfe" ab. Das Zeichen im Judo, aufzugeben.  Schneider hat mich schnell zu Boden und in ­einem Haltegriff gebracht – ich bin chancenlos.

Dennoch haben mir die zwei Stunden Training, die jeden Freitag in der  vereinseigenen TSV Sporthalle stattfinden, sehr viel Spaß gemacht. Wer Interesse hat, kann ein Probetraining machen – Infos gibt es unter www.judoinbebra.de

Ich kann es nur empfehlen – und den Muskelkater ist der Spaß auf der Matte auf ­jeden Fall wert.

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