Landkreise wollen E.ON Mitte kaufen – Landrat begrüßt Rückkauf-Beschluss

Waldhessen. Die E.ON Energie AG beabsichtigt, ihre Anteile an der E.ON Mitte AG zu verkaufen. Derzeit hält der Mutterkonzern 73,3 Prozent der Anteile

Waldhessen. Die E.ON Energie AG beabsichtigt, ihre Anteile an der E.ON Mitte AG zu verkaufen. Derzeit hält der Mutterkonzern 73,3 Prozent der Anteile; die kommunalen Anteilseigner sind mit den übrigen 26,7 Prozent an der E.ON-Mitte AG beteiligt.

E.ON Mitte war bis 2002 das Unternehmen EAM. Seinerzeit hielten die kommunalen Anteilseigner mehr als 50 Prozent der Anteile und damit die Mehrheit. 2002 wurden 50 Prozent der kommunalen Mehrheitsanteile an E.On veräußert; damals erhielt der Landkreis Hersfeld-Rotenburg 47,5 Millionen Euro.

Anfang Juni 2012 hat die E.ON Mitte AG alle Mitglieder des Aufsichtsrates und des Beirats der E.ON Mitte AG darüber informiert, dass die E.ON Energie AG mit den kommunalen Anteilseignern der E.ON Mitte AG Gespräche über eine Neuordnung der Beteiligungsverhältnisse aufnehmen wird.

Kommunale Anteilseigner der E.ON Mitte AG sind der Landkreis Northeim (4 Prozent), die Stadt Göttingen (3,9 Prozent), der Landkreis Kassel (3,3 Prozent), der Schwalm-Eder-Kreis (3 Prozent), der Landkreis Hersfeld-Rotenburg (2,7 Prozent), der Landkreis Göttingen (2,4 Prozent), der Lahn-Dill-Kreis (2,2 Prozent), der Landkreis Marburg-Biedenkopf (2 Prozent), der Werra-Meißner-Kreis (1 Prozent), der Main-Kinzig-Kreis (1 Prozent), der Landkreis Eichsfeld (0,6 Prozent), der Kreis Höxter (0,4 Prozent) sowie der Landkreis Waldeck-Frankenberg (0,2 Prozent).

Mitte Juni 2012 verständigten sich die kommunalen Anteilseigner mit der E.ON Mitte AG auf eine Prüfung des Vorhabens. Diesem Ziel dient auch der Beschluss des Kreistages des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, den Erwerb der Mehrheitsanteile der E.ON-Mitte AG durch die kommunalen Anteilseigener zu betreiben sowie die Voraussetzungen für einen Erwerb zu schaffen.

Die endgültige Entscheidung über den Erwerb der Mehrheitsanteile trifft der Kreistag des Landkreises Hersfeld-Rotenburg zu einem späteren Zeitpunkt.

Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt begrüßt den Rückkauf-Beschluss: "Wir erhalten damit die Gestaltungsmöglichkeit für kommunale Verantwortung zurück und können unsere Vorstellungen im Rahmen der Energie-Wende sowie der Umstellung auf erneuerbare Energien besser umsetzen."

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